Römisch-katholische Kirche im Kanton Bern

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Love Parade Katastrophe   

Kirchenvertreter zeigen sich betroffen

Junger Mann trauert beim Eingang zum Unglückstunnel in Duisburg
Junger Mann trauert beim Eingang zum Unglückstunnel in Duisburg. Foto: Keystone

Die Kirchen im Ruhrgebiet haben mit Betroffenheit auf das Unglück bei der Love Parade in Duisburg reagiert. „Dass so viele junge Menschen, die fröhlich und unbeschwert feiern wollten, ihr Leben verloren haben, erfüllt mich mit grossem Schmerz“, sagte der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, am Sonntag, 25. Juli. In Gedanken und im Gebet sei er bei den Opfern, ihren Angehörigen, Familien und Freunden.

Papst gedenkt der Toten
Auch Papst Benedikt XVI. hat seinen tiefen Schmerz über die Tragödie von Duisburg ausgedrückt. Bei seinem Angelusgebet gedachte er am Sonntagmittag in Castelgandolfo der jungen Menschen, die auf tragische Weise ums Leben gekommen seien. Für die Toten, ihre Angehörigen und Freunde und für die vielen Verletzten erbitte er „den Trost und Beistand des Heiligen Geistes“, sagte das Kirchenoberhaupt vor mehreren Tausend Pilgern bei der Begegnung in seinem Sommersitz.

Bei einer Massenpanik in einem Tunnel auf dem Zugangsweg zum Festivalgelände auf dem Alten Güterbahnhof von Duisburg kamen 21 Menschen ums Leben, mehr als 500 Personen wurden verletzt. Die Techno-Party wird seit 2007 im Ruhrgebiet gefeiert.

Zahl der Notfallseelsorger verdoppelt
Die Evangelische Kirche im Rheinland verdoppelte nach der Katastrophe die Zahl der Notfallseelsorger vor Ort von 15 auf 30, insgesamt waren rund 100 Seelsorger und psychosoziale Kräfte im Einsatz. In der nahe dem Unglücksort gelegenen katholischen Kirche Sankt Gabriel wurde am Sonntagvormittag die Totenglocke für die Opfer geläutet.

Unterdessen gab der Veranstalter laut Medienberichten das Aus für die Love Parade bekannt. Es habe sich bislang immer um eine „friedliche Veranstaltung und fröhliche Party“ gehandelt, so Organisator Rainer Schaller in Duisburg. Künftige Veranstaltungen würden von den tragischen Ereignissen überschattet sein. Deswegen solle es keine Fortsetzung mehr geben.

kipa/kr

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