Römisch-katholische Kirche im Kanton Bern

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Offener Brief

Benjamin Ruch über eine erfolgreiche Aktion

Er zeigt sich solidarisch: Hans Küng. Bild: www.su-xanten.de/Weltethos.html

Er zeigt sich solidarisch: Hans Küng. Bild: www.su-xanten.de/Weltethos.html

Als Reaktion auf die Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft durch Papst Benedikt XVI. lancierte eine Gruppe von Theologiestudierenden der Universität Luzern einen offenen Brief an die Schweizerische Bischofskonferenz, der auf www.kathbern.ch veröffentlicht wurde. Nach Bekanntmachung des offenen Briefes haben innert zweier Tage über zweihundert Personen den Brief an die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) unterschrieben.

Der offene Brief wurde am 29. Januar verschickt, am 9. Februar folgte ein Nachversand mit schon über sechshundert Unterschriften. Medien haben darüber berichtet. Aktuell sind es mit Stichtag 3. März 748 Unterzeichnende. Am 5. März wird die Aktion abgeschlossen und die restlichen Unterschriften nachgeliefert. Am 16. Februar hat der Generalsekretär im Auftrag des Präsidenten der Bischofskonferenz, Bischof Kurt Koch, den Eingang des Briefes bestätigt. Die zahlreichen positiven Reaktionen zeigen, dass der offene Brief für viele Katholikinnen und Katholiken eine wichtige Plattform war, ihre Wut und ihre Trauer über den jüngsten Entscheid des Papstes auszudrücken.

Sie tritt an der Demonstration auf: Rosmarie Zapfl. juspax

Sie tritt an der Demonstration auf: Rosmarie Zapfl. Bild: juspax


Nach anfänglicher Zustimmung zum Entscheid des Papstes konnten auch die Schweizer Bischöfe nicht mehr über die Reaktion ihrer Basis hinwegsehen. Es haben Theologinnen und Theologen unterschrieben, die überzeugt sind, dass es relevant ist, dass und wie von Gott in dieser Welt gesprochen wird. Es haben engagierte Katholikinnen und Katholiken unterschrieben, die an der Volkskirche des Zweiten Vatikanischen Konzils festhalten wollen. Es haben Personen unterschrieben, die noch einmal in der katholischen Kirche bleiben wollen, weil es solche offenen Briefe gibt. Wenn es gelingt, eine offene und relevante Kirche nicht nur auf dem Briefpapier, sondern im gemeinsamen Handeln aufrechtzuerhalten, dann hätte dieser Brief sogar etwas verändert. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am nächsten Sonntag, 8. März, an der nationalen Kirchendemo in Luzern mit dem Motto „Auftreten statt Austreten“.

Benjamin Ruch, einer der InitiantInnen des offenen Briefes

Den Brief und die Unterschriften finden Sie hier.

Das Dossier "Zur Rehabilitierung der Lefebvristen" finden Sie hier.

Lesen Sie hier den Beitrag zur Kirchendemo

www.juspax.ch

05.03.2009


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