Darstellung des Herrn, Lichtmess
Feste im Kirchenjahr

Rembrandt. Simeon im Tempel. Mauritshuis, Den Haag
Dieses Fest am 2. Februar, 40 Tage nach Weihnachten, feiert die biblischen Geschehnisse im Tempel von Jerusalem, wie sie bei Lukas 2,22–39 berichtet werden.
Zwei Ursprungskomponenten, nämlich eine östliche (Jerusalem) und eine westliche (Rom), sind zu unterscheiden: In Jerusalem wurde der 40. Tag nach Epiphanie – damals noch einziges Geburtsfest Jesu – mit einer festlichen Prozession und Eucharistiefeier begangen. Dieser Anlass wird später, um die Mitte des 5. Jahrhunderts, als „Fest der Begegnung“ mit einer Lichterprozession beschrieben. In Rom dagegen wurde eine heidnische Sühneprozession von den Christen nach und nach durch eine Lichterprozession verdrängt.
Die Segnung der bei der Prozession mitgetragenen Kerzen entstand um die Wende vom 1. zum 2. Jahrtausend in Gallien. Kerzenweihe und -prozession führten zu der deutschen Bezeichnung „Lichtmess“, auch „Mariä Lichtmess“.
Marie-Louise Beyeler
Quelle: Rupert Berger, Pastoralliturgisches Lexikon. Sonderausgabe, Herder Freiburg. ISBN 3-451-28590-8
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26.01.2006
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