Aschermittwoch
Feste im Kirchenjahr

Alexej von Jawlensky. Heilandsgesicht: Schweigen. 1918. Museum Sztuki, Lodz
Am Mittwoch vor dem ersten Fastensonntag beginnt die Quadragesima, die vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern. Schon früh wurden schwere Sünder zu Beginn der Fastenzeit in den Kirchen öffentlich gebüsst, sie zogen ein Bussgewand an und wurden mit Asche bestreut.
Die Institution der öffentlichen Kirchenbusse ging bereits Ende des ersten Jahrtausends verloren, allerdings erhielt sich der Brauch der Aschenbestreuung: Gläubige hatten ihn aus Solidarität mit den Büssern teilweise übernommen.
Heute ist der Aschermittwoch der Aufbruch auf den Weg nach Ostern, ein Fast- und Abstinenztag. Im Gottesdienst können die Begleitworte beim Ritus der Aschenbestreuung an die Vertreibung aus dem Paradies erinnern: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ (Gen. 3,19), oder auch an den Aufruf Jesu: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15).
Marie-Louise Beyeler
Quelle: Rupert Berger, Pastoralliturgisches Lexikon. Sonderausgabe, Herder Freiburg. ISBN 3-451-28590-8
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23.02.2006
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