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Kommunion

Feier der Messe

Aus der St. Otmarskapelle, Insel Werd

Aus der St. Otmarskapelle, Insel Werd

Brot brechen

Nach dem Vaterunser, dem Friedensgebet und dem Friedensgruss wird vom Priester oder vom Diakon das Brot gebrochen. Dieser Ausdruck erinnert an die orientalischen Brotlaibe, die nicht geschnitten, sondern in Stücke gebrochen vom Hausvater an die am Tisch Anwesenden gereicht wurden. In Israel wurde dazu ein Lobgebet gesprochen.

In der Eucharistiefeier der frühen Kirche nahm die Brotbrechung viel Zeit in Anspruch, weil die Gläubigen Brote mitbrachten, die dann in einer aufwändigen Prozedur vom Priester geteilt wurden. Seit dem 12. Jh. wird das Brot für die Kommunion in dünnen Scheiben (Hostien) vorgefertigt. Die tiefe Symbolik, dass wir alle von dem einen Brot des Lebens essen, das Christus ist, um dadurch ein Leib zu werden (1 Kor 10,17), ist im Brechen der Priesterhostie lebendig. Diese wird vom Priester über der Schale gebrochen, ein kleines Fragment der Hostie senkt er in den Kelch. An dieser Stelle der Kommunionfeier wird das Agnus Dei gesungen.

Quelle: Rupert Berger, Pastoralliturgisches Handlexikon. Herder Freiburg.
ISBN 3-451-28590-8

Alle bisher erschienenen Artikel können im Pfarrblatt-Archiv, Kirchliches Inventar - Feier der Messe, aufgerufen werden.

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24.08.2006


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