Chormantel: Feierliche Funktion
Kirchliches Inventar - Bedeutung und Gebrauch

Von seinem Ursprung her ist der Chormantel feierlichen Funktionen vorbehalten. Er wurde zuerst bei Prozessionen, dann auch beim feierlichen Stundengebet und der Sakramentenspendung ausserhalb der Messe getragen. Seinen Namen hat er aus der karolingischen Zeit, als cappa (Mantel) wurde er von Mönchen und Chorherren zu festlichen Chordiensten und Prozessionen angezogen. Rauchmantel nennt man ihn auch, weil er bei der feierlichen, durch Beräucherung gezeichneten Vesper aus dem Schrank kam, und vielleicht hat die lateinische Bezeichnung Pluviale (Regenmantel) mit regnerischen Prozessionen zu tun …
Der Chormantel hüllt den ganzen Körper ein, er ist vorne offen und durch einen oft sehr kostbar gearbeiteten Verschluss zusammengehalten. Die ursprüngliche Kapuze wurde schon bald in einen manchmal reich bestickten Zierschild umgewandelt.
Quelle: Rupert Berger, Pastoralliturgisches Handlexikon. Sonderausgabe, Herder Freiburg. ISBN 3-451-28590-8. Erscheint im Februar 2005.
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17.02.2005
Aus cathberne.ch
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