Mareice Kaiser: Alles inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter, 288 Seiten, Fischer Taschenbuch 2016, Fr. 16.70

Buch - Alles inklusive

Die erste Tocher von Mareice Kaiser kommt durch einen überaus seltenen Chromosomenfehler mehrfach handicapiert zur Welt.

Die Autorin nimmt die Leserinnen und Leser nun mit in einen aussergewöhnlichen Familienalltag. Sie erzählt von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen Gewissensfragen.Es ist die Geschichte einer jungen Mutter, die mehr sein will als die Pflegekraft für ihre behinderte Tochter. Mareice Kaiser schreibt: «Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der mein Kind die Kita verlassen muss, weil es zu behindert ist. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der ich dankbar dafür sein muss, wenn jemand mein Kind betreut, weil ich arbeiten möchte. Ich möchte nicht immer auf Glück angewiesen sein. Wie soll sich was verändern, wenn niemand kämpft?»
Das Buch ist ein moderner, kämpferischer Beitrag der Berliner Autorin zu den aktuellen Debatten um Inklusion, Pränataldiagnostik und Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter besonderen Bedingungen – und es ist die Liebeserklärung einer Mutter an ihre Tochter.

com/Andreas Krummenacher

Mareice Kaiser: Alles inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter, 288 Seiten, Fischer Taschenbuch 2016, Fr. 16.70

15. März 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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