News-Artikel

Edith Rey Kühnkopf übergibt Markus Stalder eine Darstellung des Rad von Bruder Klaus. Foto: Niklaus Baschung

Das Licht der Welt und das Salz der Erde sein

Während eines feierlichen Gottesdienstes wurde Diakon Markus Stalder in der Bieler Kirche Bruder Klaus in sein Amt als Pastoralraumleiter des Pastoralraums Biel-Pieterlen eingesetzt. Begleitet wurde die Feier durch das Kinder- und Jugendensemble „Jubilate“ und die Gruppe „Singen im Gottesdienst“.

Evangelium nach Matthäus 5,13-16. In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Der Zufall (oder die Vorhersehung) wollte es, dass genau dieses Tagesevangelium während dem Festgottesdienst gelesen wurde. An diesen Evangeliumstext knüpfte Edith Rey Kühntopf, Regionalverantwortliche im Bischofsvikariat St. Verena, in ihrer Predigt und der anschliessenden Einsetzung von Markus Stalder in sein neues Amt an. Wenn nun der neue Pastoralraumleiter nach einer langen Wartezeit sein Amt antrete, komme Licht in die Pfarrei. „Sind damit aber alle Probleme gelöst?“ ,fragte sie.

Nein, stellte sie fest, denn alle Gläubigen seien angesprochen, das Licht der Welt, das Salz der Erde zu sein. An uns alle wende sich Jesus, wenn er dazu auffordert, sichtbare gute Werke zu tun. „Darunter sind klassische Werke der Barmherzigkeit zu verstehen und konkrete Taten der Solidarität.“

Das Rad von Bruder Klaus

Allerdings brauchen wir jemanden, so die Regionalverantwortliche an Markus Stalder gerichtet, der das Feuer am Leben erhalte, das Salz in die Suppe streue und immer wieder daran erinnere, wer uns den Auftrag und die Kraft gibt, Licht in der Welt und Salz der Erde zu sein. „Aber du brauchst die Unterstützung der Leute, die dich mittragen. Trage Sorge beim Geben und Nehmen, damit du im Gleichgewicht bleibst.“ Als Symbol für dieses gleichzeitige Geben und Empfangen übergab sie dem neuen Pastoralraumleiter das Rad von Bruder Klaus.

Zahlreiche Gäste wendeten sich mit Glückwünschen und Grussbotschaften an den neuen Pastoralraumleiter. So wies Abbé François-Xavier Gindrat von der Communauté francophone darauf hin, dass er selbst auch erst seit Kurzem in Biel  tätig sei und nun bereits ein neues Mitglied in der Pastoral von Biel willkommen heissen   dürfe.  Während der Übergabe eines bunten Blumenstrausses deutete er auf die Multikulturalität als grossen Schatz in der Kirche von Biel und Umgebung hin. Er wünsche, dass Markus Stalder diesen Reichtum schätzen könne und davon bereichert werde.

Die reformierte Pfarrerin Laura Lombardi hat während den ersten Begegnungen das grosse Engagement und die Offenheit von Markus Stalder kennengelernt.  Sie freue sich auf die gemeinsame Arbeit im ökumenischen Geist und wünsche ihm schöne Erfahrungen und Mut bei wichtigen Entscheidungen. Als Präsent überreicht sie ihm eine Salzkristall-Lampe, die einen elektrischen Anschluss benötigt und erst im Büro des Pastoralraumleiters leuchten wird. Sie ermunterte daher die anwesenden Gläubigen, ihn doch dort zu besuchen. Was Markus Stalder mit dem Hinweis bekräftigte: „Es gibt auch noch einen Kaffee für die Besucher und Besucherinnen.“

Thomas Messmer, Präsident des Zentrumsrates Bruder Klaus erklärte, es gebe viele ungelöste Fragen in der Kirchgemeinde und der Pfarrei Bruder Klaus. „Du steht vor einer grossen Aufgabe. Ich bin sehr froh mit dir auf dem Weg sein zu dürfen.“ Elisabeth Kaufmann, Präsidentin der Kirchgemeinde Pieterlen, Lengnau, Meinisberg wies auf die Vakanzzeit hin, bevor Markus Stalder nun sein Amt als Pastoralraumleiter angetreten hat. Das sei eine grosse Herausforderung für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterin in den beiden Kirchgemeinden gewesen. Umso mehr hofft sie, dass er sich in diesem neuen Umfeld wohlfühle und wünscht ihm viel Erfolg. „Wir freuen uns jetzt schon auf einen gemeinsamen Gottesdienst bei uns mit ihnen.“

Regierungsstatthalter Philippe Chételat überbrachte mit besten Wünschen die Grussbotschaft der Kantonsregierung. Er erinnerte sich daran, dass er selber in dieser Kirche die Erstkommunion empfangen habe und gefirmt  wurde. Er freute sich darüber, dass zum heutigen Festgottesdienst so viele Menschen gekommen sind und die Kirche gut gefüllt ist. Markus Stalder reagierte mit den Worten:“ Es ist schön, mit so vielen Menschen unterwegs zu sein.“

Besonders eindrücklich während diesem Gottesdienst waren die Beiträge des Kinder- und Jugendensembles „Jubilate“ unter der Leitung von Martina Kirchner. Sie gaben dem Anlass eine fröhliche, unbeschwerte und doch besinnliche Stimmung.

Niklaus Baschung

7. Februar 2017
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus