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Das Bild „bewegter Flug“ von Tochter Noëmi Metzel macht für Thomas Metzel Gottes Geistkraft erahnbar, wie er in einem Brief erklärt.

Eine bewegende Verabschiedung von Thomas Metzel

Während einem bewegenden Gottesdienst in der Kirche Bruder Klaus hat sich Pastoralassistent Thomas Metzel von der Pfarrei verabschiedet. Der Abschied fällt schwer – ihm und den Pfarreimitgliedern.  

Thomas Metzel bleibt in Erinnerung als ein Seelsorger, der eine tiefe Ruhe ausstrahlt und ein Gefühl von Geborgenheit auslöst quer über die Generationen bei Kindern, Eltern und älteren Menschen. Ein glaubwürdiger Botschafter Gottes. Wenigen Gottesdienstteilnehmern und –teilnehmerinnen war zuvor indess bewusst gewesen, dass dieser warmherzige Mann nun dermassen von der Krankheit gezeichnet von ihnen Abschied nehmen musste.

Das löst Trauer aus, aber auch Wut und erinnert an das Buch Hiob im ersten Testament, welches von einem gottesfürchtigen Mann erzählt, der mit extremen Schicksalsschlägen und grossem Unglück geprüft wird. Thomas Metzel nahm in einer kurzen Ansprache selbst Bezug auf das Buch.

Es steht dort (Hiob 1,21): Und er sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sei gelobt. 22 In diesem allem sündigte Hiob nicht und tat nichts Törichtes wider Gott.

Er versuche es zu tragen wie Hiob, erklärte er. Die Haltung von Hiob zeige den Menschen, dass man in einem schwierigen Leben trotzdem mit Gott unterwegs sein kann – die Krankheit sei dann nicht Schicksal, sondern ein Weg.

Dankesworte

Mehrere Personen wandten sich mit Dankesworten an ihn. So auch Martin Koelbing, Beauftragter für kirchliche Angelegenheiten des Kantons Bern: „Du hast uns gesagt, dass du mit dem da bist, was dir Gott gegeben hat. Du lernst uns, dass wir Gott nicht nur mit unseren Stärken, sondern auch mit unseren Schwächen dienen können. Ich bin stolz darauf, im Kanton Bern einen Vertreter der Kirche wie dich zu wissen.“

  Edith Rey Kühntopf, Regionalverantwortliche im Bischofsvikariat St. Verena wies auf die nachhaltigen Spuren hin, die Thomas mit seinem Wirken in der Pfarrei Bruder Klaus hinterlassen hat, wie die Osternachtsfeiern für Familien und die Elternabende. Als Präsent soll ihm eine Zugreise mit seiner Frau Gudula Freude bereiten. „Gottes Segen wünschen wir dir.“

Fernanda Vitello dankte ihm im Namen allerKatechetinnen für seinen grossen Einsatz, insbesondere für Kinder und Familien. „Du hattest immer eine offenes Ohr für die Anliegen der Katechetinnen.“ Othmar Jeannerat, langjähriger Organist, erinnerte sich daran, dass es auch ihm schwergefallen sei., die Organistentätigkeit zu beenden. „Es ist schwer, Abschied zu nehmen.Wir durften viele schöne Gottesdienste zusammen erleben. Ich wünsche dir Gottes Segen für alles was du getan hast und tust.“

Spontan ergriff auch ein anwesendes Mitglied der Stadtberner Pfarrei Bruder Klaus, einem früheren Wirkungsort von Thomas Metzel, das Wort und erzählte, dass noch einige Spuren seines Wirkens in Bern sichtbar geblieben sind.   Abbé Patrick Werth von der Communauté francophone übergab ihm eine sehr persönliches Geschenk:Den Abguss einer Hand, die er von seiner Mutter erhalten hatte, und die bisher auf seinem Schreibtisch stand. Als ein tiefes Zeichen der Fürsorge und Wertschätzung. Zahlreiche Menschen nutzten nach dem Gottesdienst die Gelegenheit, sich persönlich bei Thomas zu bedanken.

Niklaus Baschung  

7. Februar 2017
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus