News-Artikel

Langzeitpflege und ihre Herausforderungen

Die Pflege und Betreuung in der Langzeitpflege ist mit grossen Herausforderungen verbunden. Ohnmacht und Macht liegen oft nahe beieinander. Auch droht die Ökonomisierung im Gesundheitswesen den Pflegeberuf auszuhöhlen.

Namhafte Referentinnen und Referenten machen an der 20. Alterstagung in Thun Vorschläge, wie diesem Dilemma begegnet werden kann und wie die Pflegenden selber aktiv werden können.

Die 20. Thuner Alterstagung findet am 7. April von 09.30 bis 16.30 im Congress Hotel Seepark in Thun statt.

Mehr als ein Drittel des Pflege- und Betreuungspersonals ist am Ende des Arbeitstages oft ausgelaugt. Mit welch grossen körperlichen Belastungen die Berufstätigkeit in einem Alters- und Pflegeheim verbunden ist, zeigt Mitverfasserin Franziska Zuninga anhand der Studie des Instituts für Pflegewissenschaften der Universität Basel auf.
Welche Rahmenbedingungen wären nötig, um eine «mächtige» Pflege für bestmögliche Lebensqualität nutzen zu können? Dieser und weiteren Fragen geht Stefanie Becker, Geschäftsleiterin der Schweizerischen Alzheimervereinigung, in ihrem Referat nach.
Ist der Patient in der Langzeitpflege ein Mensch mit seiner unantastbaren Würde oder ein Kosten- und Störfaktor? Wie diesem Dilemma begegnet werden kann, zeigt Pierre-André Wagner, Leiter Rechtsdienst SBK, anhand von Vorschlägen des Berufsverbandes auf.
«Wer still bleibt, verkümmert», sagt der Organisationsentwickler Hans Peter Spreng. Mit seinem «Kopf-Herz-Bauchmodell» will er die Pflegenden ermutigen, persönlich aktiv zu werden.
Ebenfalls Felix Karnowski, Pflegedienstleiter in Hitzkirch, appelliert an die Macht der Pflegenden, ist er doch überzeugt: «Wer in der Ohnmacht die wahren Werte der Demut kennt, kann so Resilienzen nutzbar machen.»
Nicht immer ist klar, wo Macht und Ohnmacht liegen, weiss Andi Winter, Psychiatriepfleger und Autor, aus seiner pflegerischen Berufspraxis zu berichten.
In Ihrem Schlusswort schliesslich plädiert die Autorin/Sozialarbeiterin Judith Giovannelli--Blocher dafür, die eigene Macht furchtlos einzusetzen.

com/Jürg Meienberg

Programme und Anmeldung:
Thuner Alterstagung, Schützenstr. 45, 3612 Steffisburg, Fabienne Kaufmann, Sekretariat, Telefon 033 534 50 60, info(at)thuner-alterstagung.ch
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25. Januar 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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