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Die Wandergruppe der Kolpingfamilie Biel unternimmt regelmässig Wanderungen in der Region. Foto: zVg

Mit der Kolpingfamilie Biel gemeinsam unterwegs sein

Vereinspräsident Markus Müller der Kolpingfamilie in Biel und Paul Kuster, langjähriges Vorstandsmitglied und Wanderchef, laden zu ihren Aktivitäten ein. Im Vordergrund steht dabei, den Familiengedanken zu pflegen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Die Kolpingfamilie Biel ist ein besonderer Verein. Dies zeigt sich schon mit den Begriffen „Familie“ und „Senior“. Obwohl juristisch ein Verein, nennt sich Kolping selber Familie und der Präsident wird als Senior bezeichnet. Dies hat mit der Geschichte des Kolpingwerks zu tun. Diese begann, als der Priester Adolph Kolping ab 1847 in Deutschland zahlreiche Gesellenvereine gründete, die sich immer stärken vernetzten und schliesslich zu einem der grossen Sozialwerke der katholischen Kirche entwickelten, ebenso hier in der Schweiz.

Gleichgesinnte finden

Auch der Schwiegervater von Markus Müller ist einst als Schneidergeselle von Deutschland nach Zürich gekommen und hat dort ein Zuhause im Gesellenhaus gefunden. Ihn selber führte die Musik zu Kolping. Zuerst als Musikschüler bei einem Kolpingmitglied und dann als Musikant bei den Kolpingmusiken von Zürich und Winterthur. Der heutige Senior der Kolpingfamilie Biel meint:“ Dadurch habe ich mitbekommen, welche anderen Aktivitäten gepflegt werden und wie sie miteinander umgehen.“

„Ich bin im Kolping aufgewachsen“, erklärt Paul Kuster, denn sein familiäres Umfeld war stark mit dem Sozialwerk verbunden. Später als junger Mann hat er sich der Kolpingfamilie in Biel angeschlossen. Damals in den fünfziger Jahren war dies eine gute Möglichkeit als Zugereister Kontakte mit Gleichgesinnten zu finden und die Kameradschaft zu pflegen. „Wir lebten noch nicht in einer Wohlstandgesellschaft, sondern brauchten einander und waren entsprechend mtieinander verbunden.“

Familiengedanken

Mittlerweile musste sich das Kolpingwerk grundsätzlich ändern. Die Aufgabe, Gesellen bei sich aufzunehmen, die auf Wanderschaft sind, existiert heute nur noch am Rande. „Wir wollen stattdessen, Menschen im mittleren und älteren Alter etwas anbieten, „ führt Markus Müller aus. Dabei soll der Familiengedanke gepflegt werden und die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund stehen.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit des Kolpingwerks ist heute das Engagement in der  Dritten Welt. So wurden in Südamerika und Afrika zahlreiche Schulen, Lehrwerkstätten und medizinische Einrichtungen aufgebaut. Die Kolping-Mitgliederzahlen seien weltweit grösser als in den deutschsprachigen Ursprungsländer, sagt Paul Kuster. Da werde sehr viel Herzblut hineingegeben, die jungen Leute von der Strasse zu nehmen und ihnen eine Lehre zu ermöglichen.

Das hier gesammelte Geld komme direkt den Projekten zugute und kaum für die Administration. Privat engagieren sich Kolpingmitglieder immer wieder in den Kirchgemeinden und Pfarreien.

Niklaus Baschung


Aus dem Programm der Kolpingfamilie Biel

Praktisch jeden Monat des Jahres organisiert Kolping Biel besondere Aktivitäten. So unter anderem in diesem Jahr 2017:

Treberwurst essen (im Januar); Singtreff (im Februar)

Betriebsbesichtigung der Jura-Elektrofabrik in Niederbuchsiten

Vortrag über „Maria in den Erdbeeren“ von Kolping-Mitglied Paul Bühler

Racletteabend (gegen Herbst); Vortrag über Patientenverfügung (im Spätherbst)

Jeden Montag gibt es die Gelegenheit, an einem Jassnachmittag teilzunehmen. Der Frauentreff wiederum findet monatlich statt.

Auf Initiative von Paul Kuster ist vor zwanzig Jahren die Kolping Wandergruppe entstanden, die seither regelmässig zu gemeinsamen Entdeckungen im Seeland einlädt. Durchschnittlich 23 Personen machen jeweils mit. „Ein wichtiger Punkt ist dabei das gemeinsame Picknick, das dem Gespräch und Austausch dient“ , erklärt der Initiator.

7. Februar 2017
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus