Rumänisch-orthodoxe Pfarrei übernimmt katholische Heiligkreuzkirche

An der Sitzung des Grossen Kirchenrates vom 26. April wurde bekannt, dass die rumänisch-orthodoxe Gemeinschaft der Region Bern die bisher römisch-katholische Kirche Heiligkreuz in Bern-Tiefenau übernimmt.

Neben der Kreditabrechnung der Orgelsanierung in der Berner Pfarrei St. Marien bewilligte das Parlament der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung eine Sanierung der Nasszellen im Logierhaus „Frohberg – zentral wohnen“ in der Länggasse mit seinen 44 Zimmern für Lernende und Studierende. Zugestimmt wurden sowohl dem Rechenschaftsbericht 2016 wie dem Finanzplan bis 2021, der es erlaubt, Investitionen von über 13 Mio. Franken zu tätigen. Unter „Mitteilungen“ folgten dann die Informationen zur Zukunft der Kirche Heiligkreuz durch Ignaz Caminada, den Präsidenten des Kleinen Kirchenrats.

In den letzten Jahren entwickelte sich das pfarreiliche Leben vermehrt in Bremgarten, wo das Johanneszentrum zur Zeit ausgebaut wird. Gleichzeitig wurde beschlossen, die 1969 erbauten Gebäude in Bern-Tiefenau zu veräussern und die verbliebenen Aktivitäten nach Bremgarten zu verlagern. Nun hat die römisch-katholische Gesamtkirchgemeinde Bern mit der rumänisch-orthodoxen Pfarrei St. Georg eine Vereinbarung unterzeichnet, ihr das Pfarreizentrum zu übergeben. Der Verkaufspreis von 900'000 Franken liegt unter dem auf mehrere Millionen geschätzten Wert. Das denkmalgeschützte Gebäude erwies sich auf dem freien Immobilienmarkt als schwer verkäuflich. Mit der Abtretung wird nun eine orthodoxe Schwesterkirche unterstützt – ihre 2004 gegründete Pfarrei St. Georg kann hier nun ein weit über Bern hinaus wirkendes Zentrum aufbauen. In den kommenden Wochen werden die Details und der definitive Kaufvertrag geklärt. Per Ende 2017 wird die katholische Pfarreiarbeit von Bern-Tiefenau in Bremgarten integriert. Anschliessend kann die rumänisch-orthodoxe Gemeinde das Zentrum übernehmen.

 

 

 

27. April 2017
erstellt von Kommunikationsstelle
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