
Donnerstag, 10. Mai 2012 / Die Geistlichen bei den Olympischen Spielen in London tragen keine Abzeichen mit religiösen Symbolen. Auf ihren Ausweiskarten und Ansteckern ist lediglich das Wort «Faith» (Glaube) mit einem Globus und den Logos der Olympischen und Paraolympischen Spiele zu sehen. Ein Entwurf mit den Symbolen sämtlicher neun teilnehmenden Glaubensrichtungen habe nicht die Akzeptanz aller Religionsvertreter gefunden, berichtete die britische Zeitung «Sunday Telegraph ». Das Emblem dient als Erkennungszeichen für die 193 Geistlichen, die während der Spiele ab dem 27. Juli seelsorgliche Hilfe für Athleten, Funktionäre sowie Organisations- und Medienmitarbeiter leisten. Im olympischen Dorf steht ein eigenes Gebäude für die fünf grössten Glaubensrichtungen zur Verfügung: Christen, Muslime, Juden, Hindus und Buddhisten. Im zuständigen Beirat seien auch Bahai, Jainisten und Zoroastrier vertreten, so der «Sunday Telegraph». Der Vorsitzende des Komitees für religiöse Dienste, der Anglikaner Duncan Green, arrangierte laut der Zeitung ein tägliches Fastenbrechen für die teilnehmenden Muslime, weil die Veranstaltung mit dem Fastenmonat Ramadan zusammenfällt. Green habe auch eine Sondererlaubnis für Sikhs ausgehandelt, entgegen der Sicherheitsvorschriften ihren traditionellen Dolch als Abzeichen ihrer Glaubenszugehörigkeit mit sich zu tragen.»
Kipa

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