Die Kirchgemeindeversammlung stimmt über das Budget 2023 ab. Foto: Niklaus Baschung

«KEINE KRISTALLKUGEL»

DAS BUDGET 2023 WURDE AN KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG IM PFARREIZENTRUM CHRIST-KÖNIG ANGENOMMEN.

DAS BUDGET 2023 WURDE AN KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG IM PFARREIZENTRUM CHRIST-KÖNIG ANGENOMMEN.

Mit einem prognostizierten Verlust von CHF 16'332.15, einem Gesamtertrag von CHF 7'827'017.28, einem Aufwand von 7'843'349.43 wurde das Budget 2023 von der Versammlung genehmigt. Der Personalaufwand im Budget beträgt CHF 3'965'832.--, was einer Steigerung von 3,2% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei den Steuereinnahmen wird eine Verbesserung von 7,9% erwartet.

Die Pandemie liegt hinter uns und die Konjunktur läuft besser. «Ich habe keine Kristallkugel», erklärt Pascal Bord, Verwalter der Kirchgemeinde, gleich zu Beginn. Es wird von vielen Faktoren abhängen: dem Krieg in der Ukraine, der Lage in China, der Inflation, den Kirchenaustritten, die in diesem Jahr übrigens zahlreich sind...». Eine Unbekannte bleibt: Wie hoch wird der Anteil des Kantons für die Kirchen ab 2026 sein? "Für den Fall unerwarteter Ereignisse oder eines drastischen Rückgangs der Einnahmen verfügen wir über einen Reservefonds von 2,5 Millionen.»

In diesem Jahr werden zahlreiche Arbeiten in Ste-Marie (Vorplatz, Kanalisation, Archive...) sowie am Zionsweg durchgeführt. Die Kirchgemeinde nimmt ihre Verantwortung wahr, um ihren Gas- und Stromverbrauch zu senken. Die Temperatur in den Räumlichkeiten der Gemeinde wurde gesenkt und wenn möglich finden Gottesdienste in Kapellen und Krypten statt in den Kirchen statt.

Diakonie, aber anders

Mario Nobs, Vorsitzender der Diakoniekommission (welche die Unterkommissionen Soziales und Weltkirche umfasst), erklärt, dass diese neu gestaltet werden soll. "Angesichts der vielen Anfragen, die an uns gerichtet wurden, vor allem aus asiatischen oder südamerikanischen Ländern, war es für uns schwierig, eine Kontrolle über die Verwendung der gesendeten Gelder zu haben. Im Sinne der Transparenz, Kohärenz und Vereinfachung werden die Gelder, die den verschiedenen Projekten der Weltkommission gewährt werden, künftig wie folgt aufgeteilt: 50% an Caritas Schweiz (professionelle Organisation mit angepasster Infrastruktur), 30% an drei andere in der Schweiz ansässige Organisationen und 20% in den Händen der Pfarrei. "Das diakonische und soziale Engagement der Kirche ist sehr wichtig", erinnert Michel Esseiva, Vizepräsident des Kirchgemeinderats. "Der kultische Teil des Budgets macht nur 10% aus. Alles andere fliesst in den sozialen Bereich, die Diakonie, die Kultur und in gemeinnützige Organisationen."

Erwähnungswert ist die Aufnahme eines neuen Mitglieds in den Kirchgemeinderat: Luis Carlos Garza Espinoza tritt die Nachfolge von Manuel Canosa an, dem Vorsitzenden der spanischsprachigen Sprachkommission.

Christiane Elmer (übersetzt nb)