Aktuell

Religion im Rechtsstaat – von der Neutralität zur Toleranz?

Die neue Buchpublikation «Religion im Rechtsstaat» (Stämpfli 2017) von Markus Müller, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern, provoziert und stellt brisante Thesen zur Diskussion:

  • An die Stelle der «matt und abgebleicht» wirkenden Forderung nach «religiöser Neutralität» soll «religiöse Toleranz als individuelle Grundpflicht und staatliche Handlungsmaxime» treten.
  • Der Staat soll «sich als tiefgreifend christlich-jüdisch geprägt» verstehen, ohne den freiheitlichen Anspruch und das Ziel des religiösen Pluralismus zu gefährden».
  • Die öffentlich-rechtliche Anerkennung macht eine Religionsgemeinschaft zur «staatlichen Einrichtung», weshalb der Staat von öffentlich-rechtlich anerkannten Religionsgemeinschaften verlangen muss, dass sie rechtsstaatliche Grundprinzipien einhalten – z.B. die Gleichbehandlung der Geschlechter.
  • Der Staat soll rechtsgleiche und diskriminierungsfreie Anerkennungsverfahren für weitere Religionsgemeinschaften definieren.

 

Dienstag, 3. Dezember 2018, 18.30-20.00 Uhr
Polit-Forum Bern im Käfigturm, Marktgasse 67, 3011 Bern

Einleitung: Prof. Dr. Markus Müller

Es diskutieren: Prof. Dr. Angela Berlis (Dekanin der Theologischen Fakultät, Universität Bern) PD Dr. Lorenz Engi (Privatdozent Universität St. Gallen, Delegierter für Religionsfragen in der Direktion der Justiz und des Innern, Kanton Zürich) Amira Hafner-Al Jabaji (Islamwissenschaftlerin, SRF-Moderatorin der «Sternstunde Religion») Christoph Neuhaus (Berner Regierungspräsident, ehemals Vorsteher Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion)

Organisation und Moderation: Dr. des. Michael U. Braunschweig (Leiter Fachstelle Reformierte im Dialog) Dr. André Flury (Leiter Fachstelle Kirche im Dialog) Dr. Daniel Kosch (Generalsekretär Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz)

Anmeldung: online oder per Tel. 031 310 20 61.

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Menschenrechte schützen

Verschiedene Kirchen und kirchliche Organisationen sagen entschieden NEIN zur Selbstbestimmungsinitiative:

Justitia et Pax, die beratende Kommission der Schweizer Bischofskonferenz, empfiehlt die SBI abzulehnen, denn «Freiheits- und Bürgerrechte sind keine Frage der Mehrheit! Die Selbstbestimmungsinitiative beschneidet die souveräne Freiheit aller».

Fastenopfer: Nein zur Selbstbestimmungsinitiative am 25.11.2018

Ruth-Gaby Vermot, Altnationalrätin, Friedenspolitikerin aus Bern, betont in Ihrem Referat in unserem Haus der Begegnung die Bedeutung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie der Europäischen Menschenrechtskonvention – letztere wird mit der SVP-Initiative untergraben.

«Meine Geschichte, mein Recht - bewegende Geschichten aus der Schweiz» – zeigt, dass auch heute in der Schweiz die Menschenrechte verteidigt werden müssen.

Humanrights gibt Einblicke in die Diskussion und Geschichte 

Gemeinsam für starke Frauen - gemeinsam für eine gerechte Welt

Impulsveranstaltung zur ökumenischen Kampagne 2019

Der Rohstoffabbau in den Ländern des Südens trifft Frauen hart. Auf ihnen liegt die Hauptlast der Versorgung der Familien - ohne Zugang zu Wasser und Land, ohne faire Arbeitsbedingungen, ohne Mitsprachemöglichkeiten und Vernetzung ein schwieriges Unterfangen. Während die Menschen im Süden die sozial, ökonomisch und ökologisch negativen Folgen des Rohstoffabbaus tragen, fliessen die Gewinne in die Konzernzentralen in der Schweiz.

In dieser ökumenischen Kampagne sind die Kirchen aufgerufen, sich mit starken Frauen für einen Wandel einzusetzen. Wir brauchen eine Wirtschaft, die dem Leben dient.

Dienstag, 13. November 2018, 14.00-16.00 Uhr
Pfarrei St. Marien, Wylerstrasse 24-26 Bern

Flyer

Ökumenische Kampagne 2019: Für starke Frauen - für eine gerechte Welt

Solidarität 4.0

OeME-Herbsttagung 2018

Die Digitalisierung prägt unser Zusammenleben und treibt die Individualisierung voran. Gesellschaften drohen in vielfältigste Modelle von Lebenswelten und Sinnkonzepte zu zersplittern. Wer ist da eigentlich noch mit wem solidarisch?An der diesjährigen Herbsttagung forschen wir gemeinsam mit solidarisch motivierten Menschen und Organisationen nach neuen Formen solidarischen Handelns. Wir nutzen die Ideen und das Wissen der Grossgruppe und arbeiten mit der Open-Space-Methode.

Samstag, 24. November 2018, 9.00-16.30 Uhr
Event-Fabrik, Fabrikstrasse12, Bern

mit Thomas Gröbly (Dozent für Ethik und Nachhaltigkeit FH Nordwestschweiz), Fabian Bracher (One Happy Family), Nicole Stolz (Caritas), Marc Schiess (Operation Libero) u.a.

Flyer und Anmeldung

Vielfältige Paare und Familien – herausgeforderte Kirchen

Die nationale Tagung lädt ein zum offenen Dialog darüber, wie Kirchen und Gesellschaft mit der Vielfalt an Paar- und Familienformen umgehen sollen. Diese Fragen betreffen viele Menschen. Deswegen erwarten sie auch von ihren Kirchen klare und verbindliche Antworten. An der Tagung kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchen, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu Wort. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven, Standpunkte und Erfahrungen ein.

Samstag, 1. Dezember 2018, 09.45 Uhr
Universität Bern, UniS, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern

Anmeldung:
bis 10.11.2018 via www.reformierteimdialog.ch

Tagungsbeitrag:
Pauschalpreis (inklusive Verpflegung) Fr. 40.00
Für Studierende und wenig Verdienende Fr. 20.00

Die Tagung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten.

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Für die Rechte von Menschen mit Behinderung

Ökumenische Feier zum Tag der Menschenrechte

Die Schweiz hat am 15. April 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention als 144. Staat ratifiziert.
Auch heute sind wir aufgefordert, für die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen einzustehen. Wir wollen in einer ökumenischen Feier gute Entwicklungen aufzeigen, aber ebenso auf heute noch bestehende Missstände und auf gefährliche Entwicklungen hinweisen.

Die Texte werden in die Gebärdensprache übersetzt. Anschliessend an die Feier sind Sie herzlich zu einer Kürbissuppe eingeladen.

Montag, 10. Dezember 2018, ab 18.30 Uhr
Dreifaltigkeitskirche Bern
mit Rudolf Gafner, Stv. Direktor der Kantonalbernischen Behindertenkonferenz, und der Steelband ?extrem normal – normal extrem! unter der Leitung von Carola Bestgen

Flyer

 

 

glaubenssache-online.ch

Eine Plattform, die sich fundiert, kritisch und aktuell mit christlichem Glauben, Ethik, Bibel, Sinnfragen und vielem mehr auseinandersetzt.

Glaubenssache-online ist gut gestartet! Hunderte haben sich bereits eingeklinkt, gelesen und die Diskussion mit Kommentaren begonnen.

Wir freuen uns auf euch als Leser*innen, Mitdenkende, Mitdiskutierende!

 

Aktuell:

Endlichkeit – «Heilige Vergänglichkeit», von Angela Büchel Sladkovic

Mose: Zunächst Mord und Ausreden, von André Flury

Hoffen und handeln in einer unfertigen Welt, von Angela Büchel Sladkovic

Glauben in einer vieldeutigen Welt, von Angela Büchel Sladkovic

Bildende Kunst und Religion im Dialog

Die Veranstaltungsreihe im Kunstmuseum Bern und im Zentrum Paul Klee lädt ein zum Dialog zwischen Religion, Kirche und Kunst. 

Im Gespräch mit Vertreter*innen beider Seiten eröffnen sich neue Sichtweisen auf Kunstwerke aus Geschichte und Gegenwart.

Hier geht's zu den aktuellen Daten

Stopp Homophobie!

Homosexuelle Menschen werden weltweit nach wie vor diskriminiert, verfolgt und ermordet. Wir setzen uns mit aller Kraft gegen Homophobie ein – gerade auch gegen religiös motivierte Homophobie.

Am Internationalen Tag der Menschenrechte, 10.12.2016, führten wir in Bern einen Schweigekreis (Cercle de silence) und eine ökumenische Feier in der Kirche St. Peter und Paul gegen Homophobie durch. Die Nationalrätin Margret Kiener Nellen und der renommierte Theologe, Autor und spirituellen Begleiter Pierre Stutz wirkten an der Feier mit.

Flyer

Pfarreiblattartikel zum Thema von André Flury

Wir setzen uns weiterhin für die Rechte und Würde von LGBTI*-Menschen ein.

Mehr zu LGBTI*

10 Sätze zum Zusammenleben in der multireligiösen Gesellschaft

Wir leben heute in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Diese Vielfalt ist Bereicherung und Herausforde­ rung zugleich. Religiöse und kulturelle Traditionen können als Begründung von Intoleranz, Diskriminierung und Gewalt verwendet werden. Sie können aber auch Sinn stiften, die Identität stärken, die Menschen verbinden, sie zum gerechten Handeln motivieren und den Frieden fördern.

Treffpunkt Religion Migration stellt ein Positionspapier zur Verfügung, das dem interkulturellen und interreligiösen Frieden in der Schweiz dienen möge.

Flyer deutsch

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Kirche im Dialog: Veranstaltungshinweise per Mail

Die Fachstelle Kirche im Dialog engagiert sich im Haus der Religionen, in der offenen kirche, in der religiösen Erwachsenenbildung, im Bereich Spiritualität sowie für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Damit wir auf die vielen interessanten Angebote in diesen Bereichen aufmerksam machen können, haben Sie neuerdings die Möglichkeit, per Mail unsere «Veranstaltungshinweise» zu erhalten.

Melden Sie sich am besten noch heute an. Wir würden uns sehr freuen!

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