Ein- und Rückblicke

Für die Rechte von Menschen mit Behinderung

Ökumenische Feier zum Tag der Menschenrechte

Die Schweiz hat 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention als 144. Staat ratifiziert. Auch heute sind wir aufgefordert, für die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen einzustehen. Wir wollen in einer ökumenischen Feier gute Entwicklungen aufzeigen, aber ebenso auf heute noch bestehende Missstände und auf gefährliche Entwicklungen hinweisen.

Zahlreiche Menschen setzten mit uns ein Zeichen der Solidarität: Behindertenrechte sind Menschenrechte. Rudolf Gafner sprach fundiert und persönlich über die Situation von Menschen mit Behinderung in der Schweiz. Die Steelband ?extrem normal – normal extrem! spielte einfühlsam und lebensstark zugleich.

Montag, 10. Dezember 2018, ab 18.30 Uhr
Dreifaltigkeitskirche Bern
mit Rudolf Gafner, stellvertretender Geschäftsleiter der Kantonalen Behindertenkonferenz Bern
und der Steelband ?extrem normal – normal extrem! unter der Leitung von Carola Bestgen
Kurt Meier, Orgel

Die Texte werden in die Gebärdensprache übersetzt. Anschliessend an die Feier sind Sie herzlich zu einer Kürbissuppe eingeladen.

Flyer

Behindertenrechte sind Menschenrechte, André Flury im Interview mit Rudolf Gafner (kbk), Berner Pfarrblatt  Nr. 49-15, 2018

«Meine Krankheit war immer auch eine Ressource», Dölf Barben, Der Bund, 10.12.2018

 

 

Religion im Rechtsstaat – von der Neutralität zur Toleranz?

Die neue Buchpublikation «Religion im Rechtsstaat» (Stämpfli 2017) von Markus Müller, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern, provoziert und stellt brisante Thesen zur Diskussion:

  • An die Stelle der «matt und abgebleicht» wirkenden Forderung nach «religiöser Neutralität» soll «religiöse Toleranz als individuelle Grundpflicht und staatliche Handlungsmaxime» treten.
  • Der Staat soll «sich als tiefgreifend christlich-jüdisch geprägt» verstehen, ohne den freiheitlichen Anspruch und das Ziel des religiösen Pluralismus zu gefährden».
  • Die öffentlich-rechtliche Anerkennung macht eine Religionsgemeinschaft zur «staatlichen Einrichtung», weshalb der Staat von öffentlich-rechtlich anerkannten Religionsgemeinschaften verlangen muss, dass sie rechtsstaatliche Grundprinzipien einhalten – z.B. die Gleichbehandlung der Geschlechter.
  • Der Staat soll rechtsgleiche und diskriminierungsfreie Anerkennungsverfahren für weitere Religionsgemeinschaften definieren.

 

Über hundert Personen erlebten eine überaus engagierte, spannende Disskussion. Vielen Dank an alle Referierenden, an die Teilnehmenden und an das Politforum-Team!

Dienstag, 3. Dezember 2018, 18.30-20.00 Uhr
Polit-Forum Bern im Käfigturm, Marktgasse 67, 3011 Bern

Einleitung: Prof. Dr. Markus Müller

Es diskutieren: Prof. Dr. Angela Berlis (Dekanin der Theologischen Fakultät, Universität Bern) PD Dr. Lorenz Engi (Privatdozent Universität St. Gallen, Delegierter für Religionsfragen in der Direktion der Justiz und des Innern, Kanton Zürich) Amira Hafner-Al Jabaji (Islamwissenschaftlerin, SRF-Moderatorin der «Sternstunde Religion») Christoph Neuhaus (Berner Regierungspräsident, ehemals Vorsteher Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion)

Organisation und Moderation: Dr. des. Michael U. Braunschweig (Leiter Fachstelle Reformierte im Dialog) Dr. André Flury (Leiter Fachstelle Kirche im Dialog) Dr. Daniel Kosch (Generalsekretär Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz)

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Vielfältige Paare und Familien – herausgeforderte Kirchen

Die nationale Tagung lädt ein zum offenen Dialog darüber, wie Kirchen und Gesellschaft mit der Vielfalt an Paar- und Familienformen umgehen sollen. Diese Fragen betreffen viele Menschen. Deswegen erwarten sie auch von ihren Kirchen klare und verbindliche Antworten. An der Tagung kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchen, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu Wort. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven, Standpunkte und Erfahrungen ein.

Samstag, 1. Dezember 2018, 09.45 Uhr
Universität Bern, UniS, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern

Anmeldung:
bis 10.11.2018 via www.reformierteimdialog.ch

Tagungsbeitrag:
Pauschalpreis (inklusive Verpflegung) Fr. 40.00
Für Studierende und wenig Verdienende Fr. 20.00

Die Tagung ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten.

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Solidarität 4.0

OeME-Herbsttagung 2018

Die Digitalisierung prägt unser Zusammenleben und treibt die Individualisierung voran. Gesellschaften drohen in vielfältigste Modelle von Lebenswelten und Sinnkonzepte zu zersplittern. Wer ist da eigentlich noch mit wem solidarisch?An der diesjährigen Herbsttagung forschen wir gemeinsam mit solidarisch motivierten Menschen und Organisationen nach neuen Formen solidarischen Handelns. Wir nutzen die Ideen und das Wissen der Grossgruppe und arbeiten mit der Open-Space-Methode.

Samstag, 24. November 2018, 9.00-16.30 Uhr
Event-Fabrik, Fabrikstrasse12, Bern

mit Thomas Gröbly (Dozent für Ethik und Nachhaltigkeit FH Nordwestschweiz), Fabian Bracher (One Happy Family), Nicole Stolz (Caritas), Marc Schiess (Operation Libero) u.a.

Flyer und Anmeldung

Glaubt (nicht) ans Kapital!

Veranstaltung im Jahr des 200. Geburtstages von Karl Marx. Wie die Kapitalismus- und Religionskritik von Karl Marx sich aus der Bibel speist und was wir in den Krisen von heute tun können.

Im Jahr des 200. Geburtstages von Karl Marx wird an dieser Veranstaltung kritisch diskutiert, inwiefern dessen Religions- und Kapitalismuskritik in der biblisch-prophetischen Tradition wurzelt. Damit wird ein Raum geöffnet, um über die Funktion des Kapitalismus als Religion zu debattieren, die auch heute Gesellschaft und Ökonomie, unseren Alltag und unser Verhältnis zur Natur bestimmt. Und: Was sind die Alternativen?

Samstag, 13. Oktober 2018, 17.30 Uhr
offene kirche in der Heiliggeistkirche, Bern
mit Kuno Füssel (Theologe und Mathematiker, Andernach (D), Silvia Schroer (Professorin Institut für Bibelwissenschaft und Vizerektorin Universität Bern), Tamara Funiciello (Präsidentin JUSO Schweiz, Big Zis, Rap), Nicole Eggenberger Duo (Brecht-Weill-Lieder), Andreas Kessler (Poetry Slam) Moderation: Matthias Hui, Redaktor Neue Wege

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Geld fair und ökologisch anlegen

Impulsveranstaltung für Kirchgemeinden und kirchliche Organisationen

Dienstag, 13. November 2018, 16.45-18.30 Uhr
Impact Hub Bern, 5. OG, Spitalgasse 28, 3011 Bern

Beiträge und Referate:

André Flury, Dr. theol., Leiter Fachstelle Kirche im Dialog der Katholischen Kirche Region Bern

Yvan Maillard Ardenti, Brot für alle: Was sind negative und positive Wirkungen von Investmentpraktiken in benachteiligten Ländern?

Michael Diaz, Alternative Bank Schweiz: Wie legen Banken, Vorsorgeeinrichtungen und Versicherungen an? Welche Kriterien wendet die Alternative Bank Schweiz an?

Edwin Moser, fossil-free.ch: Was ist Divestment? Welche Fragen sollten Kirchgemeinden klären? Wo liegen die Möglichkeiten bezüglich der Pensionskassen?

Flyer

Jazz-Vesper 2018

Psalmen sind verdichtete Lebenserfahrung, Protest gegen Unrecht, Suche nach Sinn, Schrei in tiefster Not, Selbsterkenntnis und Selbstfindung… Psalmen sind zweieinhalbtausend Jahre alte jüdische Gebete, von christlichen Kirchen, Klöstern, von Musik und Literatur vielfältig aufgenommen.

Die modernen Jazzinterpretationen von John Voirol lassen die urtümliche Kraft der Psalmen emotional erfahrbar werden.

Mit Franziska Brücker • vocal • Jonas Beck • bass-trombone • John Voirol • saxophone • perc • conducting

Sonntag, 28. Oktober 2018, 16.30-17.15 Uhr
St. Antoniuskirche, Burgunderstrasse 124, 3018 Bern
mit Theologin Katrin Schulze und André Flury (Worte)

Und hier die neue Homepage.

Migrationscharta

Die Migrationscharta von «KircheNordSüdUntenLinks» formuliert Grundsätze einer neuen Migrationspolitik aus biblisch-theologischer Perspektive.

Hier kann die Charta gelesen und unterschrieben werden.


Teilhabe für alle!

Internationales Politfestival in Bern

18.-20. Januar 2018

Programm

 

 

«Lass dich nicht im Stich» – Pierre Stutz

Die spirituelle Botschaft von Ärger, Wut und Zorn.
Vortrag von Pierre Stutz

Wie geht das, sich wehren zu lernen, ohne zum Wutbürger zu werden? Wie kann ich Selbstvertrauen entfalten und authentisch Ärger in Selbstverantwortung verwandeln?

Pierre Stutz bietet Reflexionen und Impulse an, sehr persönlich, sehr engagiert.

Mittwoch, 21. März 2018, 19.00 Uhr
Rotonda der Pfarrei Dreifaltigkeit, Sulgeneckstrasse 13, 3011 Bern
Veranstalter: aufbruch – die unabhängige Zeitschrift für Religion und Gesellschaft

Das gleichnamige Buch – «Lass dich nicht im Stich. Die spirituelle Botschaft von Ärger, Wut und Zorn» ist sehr lesenswert, eine echte Entdeckung. Wir empfehlen voirol-buch.ch

Buchbesprechung, Berner Pfarrblatt, Nr. 26, 2017

Filmischer Einblick mit Pierre Stutz

Herzwärts

Segensfeier für mancherlei Liebende jeweils am Valentinstag in einer Katholischen Kirche in Bern

aktuell zum Thema «Segnung von Homosexuellen»
«Bibel befreiend lesen» von Profn. Dr. Silvia Schroer, Ev.-theol. Fakultät der Universität Luzern (Berner Pfarrblatt, 22.8.2015)

Link- und Textsammlung der «Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V.» (www.huk.org), Umgang mit Bibeltexten

Link- und Textsammlung der ökumenischen «lesbischen und schwulen Basiskirche Basel» (www.lsbk.ch): Homosexualität in der Bibel

Diskussionspapier des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes:
«Unsittliches Tun oder anerkennenswerte Lebensform? Lesben, Schwule und Bisexuelle in Kirche und Gesellschaft», 7. Aufl. 2004.


Pressestimmen zu Segnung von homosexuellen Paaren:

Streitpunkt: Segnung von homosexuellen Paaren (Radio SRF 2 Blickpunkt Religionen, 15.2.2015)

Segensfeier für allerlei Liebende (Katholisches Medienzentrum, 15.2.2015)

Über 25'000 Unterschriften gegen Bischof Huonder (Tagesanzeiger, 13.2.2015)

Liberalerer Wind in der Katholischen Kirche Bern (Der Bund, 10.2.2015)

Segnung homosexueller Paare: In Bern, Basel und Zürich gang und gäbe (Katholisches Medienzentrum, 10.2.2015)

Dann gewinnt die Scheinheiligkeit (Rundschau SRF 1, 18.2.2015)

7. Ökumenisches Bibelseminar

Verstörende Bilder - befreiende Texte

Zwischen «Fake News», «alternativen Wahrheiten» und Troll-Robotern im Internet sind Analyse und Orientierung gefragt. Das Siebte Ökumenische Bibelseminar in Bern hat deshalb die Offenbarung/Apokalypse des Johannes aus dem Neuen Testament zum Thema.

Mit Prof. Dr. Klaus Wengst (Bochum) und Prof. Dr. Néstor Miguez (Buenos Aires)

Reformiertes Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5, 3014 Bern

Flyer

«Jenseitige Begegnungen»

mit Jürg Steigmeier & Patrik Zeller

Freitag, 24. November 2017, 19.30 Uhr
Taubenstrasse 4, Saal(bei Dreifaltigkeitskirche / kleiner Schanze, 5 Min. zu Fuss vom HB Bern)
Veranstalter: Kirche im Dialog Bern

«Wie mer‘s glaubt, so isch es nììd, und wie s isch, so glaubt mer s nììd.» Ab November dürfen die Toten der Sage nach wieder zurück in ihre Häuser kommen, wo sie gelebt haben oder gestorben sind. In dieser Zeit sind Jürg Steigmeier, das Urgestein des helvetischen Erzählertums und Patrik Zeller, das Theater- und Filmerprobte Klangchamäleon mit ihrem Programm «Jenseitige Begegnungen» auf Tour.

Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins: Keine leichte Kost, und doch bleibt sie für uns Menschen essentiell, schliesslich sind wir alle davon betroffen. In der Kunst wird seit einigen Jahren wieder vermehrt thematisiert, wie aktuell der Tanz um das Thema Tod in der Gesellschaft ist.

So widersprüchlich es klingt: Durch die Beschäftigung mit dem Tod wird ein Bewusstsein für das Leben geschaffen.
 Trauer zu ritualisieren, sie durch mythische Erzählungen in seine Denkweise einzuordnen, ist dem Menschen seit jeher eigen.

In «Jenseitige Begegnungen» sind die Erzählungen Ausdruck unterschiedlicher menschlicher Emotionen, sowie archaisch-heidnischer Glaubensreste unserer Volkskultur. Dazu spricht die Musik, einmal mit modernen Mitteln begleitend zu den Erzählungen, zum andern tragen am Klavier und Akkordeon begleitete Lieder das Thema in die Gegenwart. Das Publikum erwartet ein einzigartiges Programm, in dem zwei Kunstrichtungen fein verwoben werden und Inhalt wie Mittel einen eindrücklichen, zeitlichen Bogen spannen.

André Flury, Leiter von Kirche im Dialog Bern, sieht in der Auseinandersetzung mit diesen archaischen, volksmythologischen Erzählungen über den Tod und die Toten sowie ein Leben nach dem Tod eine spannende Herausforderung: «In der Begegnung mit diesen Erzählungen wird die Frage nach der christlichen Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod virulent. Existentielles Suchen wird dadurch angeregt: Welche Vorstellungen habe ich persönlich vom Tod? Was erhoffe ich für mich – und für die Menschen, die ich liebe? Und ebenso sehr: Was ist mir wichtig im Leben vor dem Tod?»

HIOB – nach Joseph Roth

Die Frage nach dem Leid wird in allen Religionen gestellt – weil es eine Frage von uns Menschen ist. Wie mit Leid umgehen? Wie Leid verhindern? Wie trotz Leid weiterleben? 

Zwei Theatergottesdienste in der Dreifaltigkeitskirche und der Marienkirche in Bern nahmen 2016 den Dialog zwischen dem biblischen Hiob und jenem von Joseph Roth auf.

Ein Symposion im Haus der Religionen lud am 7. Februar 2016 zum Fragen, Nachdenken, Diskutieren und Suchen ein. Weit über 150 Personen nahmen an dem spannenden, humorvollen, interreligiösen und interdisziplinären Anlass teil.

Herzlichen Dank an alle!

Besonders auch den Mitwirkenden: Regisseur Ingo Berk, KTB, Schauspielensemble KTB, Prof. Dr. Konrad Schmid, Univerität Zürich, Rabbiner Tovia Ben Chorin, St. Gallen, PD Dr. Abbas Poya, Univerität Erlangen, Gastprofessor Univerität Zürich, Prof. Dr. Andreas Kilcher, ETH Zürich, Dr. Christine Stark, Redaktorin SRF.

Flyer zum Symposion 

Inhaltliche Gedanken zum Hiob bei Joseph Roth und in der Bibel:

Die Frage nach Gott im Leid, André Flury (Berner Pfarrblatt, 21.11.2015)

Der zerbrochne Krug - 2014

Zu Heinrich von Kleists «Der zerbrochne Krug» konnten wir in einer Vortragsreihe und Theatergottesdiensten einen überaus spannenden Dialog mit dem Konzert Theater Bern führen.

Herzlichen Dank allen Schauspielenden, Schauspieldirektorin Iris Laufenberg sowie besonders der*m Dramaturg*in Karla Mäder und Jan Stephan Schmieding.

TRAILER

Flyer

Pressestimmen:

Theater und Kirche: Zwillinge der Sinnsuche, Schauspieldirektorin Iris Laufenberg und Pfarrer Peter Weigl im Gespräch (Radio SRF 2, Kontext, 25.5.2015)

Krug kaputt: Zoff im Theater (Berner Zeitung, 31.10.2014)

Adam und Eva in Huisum (NZZ, 05.11.2014)

Wenn Kirchen zur Bühne werden (Der Bund, 30.10.2014)