Klima

Interreligiöse und interkulturelle Mahnwache für das Klima

1 Minute Lärm und Aufruf zur Mahnwache
15 Minuten gemeinsame Stille
15 Minuten Gebet, Input oder Ritual bei einer Religionsgemeinschaft

Jeden ersten Freitag im Monat, 18.30 Uhr
3. Mai, 7. Juni, 5. Juli... 2019

vor dem Haus der Religionen, Europaplatz 1, 3008 Bern

Flyer

Klima-Alarm

Es ist allerhöchste Zeit, aufzuwachen und Wirtschaft und Politik – aber auch alle einzelnen – aufzufordern, ihre Verantwortung wahrzunehmen:

Das Jahresende 2018 ist entscheidend. Während unser Parlament das CO2-Gesetz abschwächen statt stärken will, die globalen CO2-Emissionen weiter steigen und der autoritäre Nationalismus mit der aktiven Unterstützung fossiler Energieunternehmen etwa in Brasilien an Macht gewinnt, treffen sich Staaten aus der ganzen Welt zur Klimakonferenz COP24 in Polen. Die Klimakonferenz ist besorgniserregend: Keines der europäischen Länder hat seine Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen von 2015 erfüllt und die polnische Präsidentschaft ist bestrebt, beim Treffen einen Fokus auf "saubere Kohle" zu legen. Ende 2018 werden Entscheidungen gefällt, bei denen die Existenzgrundlage von Millionen von Menschen, unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Spiel stehen.

Samstag, 8. Dezember 2018, 12.00-13.00 Uhr
Helvetiaplatz, 3005 Bern

Wir lösen zusammen mit tausenden von Menschen auf der ganzen Welt den Klima-Alarm aus! Wir laden alle Teilnehmenden ein, ihre Töpfe und Löffel, Trommeln und (Kirchen)Glocken mitzubringen, um die gefährlich schläfrigen Entscheidungsträger aufzuwecken

mehr: Klima-Allianz.ch

Die Schweizer Bischofskonferenz, die Christkatholische Kirche der Schweiz und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund bringen es in ihrem offenen Brief an den Bundesrat vom 22. Oktober 2018 auf den Punkt:

«Wohlhabende Staaten wie die Schweiz stehen im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels in einer besonderen Verantwortung. Die effektive Reduktion unserer Treibhausgas-Emissionen und die Regulierung unseres Finanzplatzes entscheiden mit, ob die Menschheit den globalen Klimawandel wirksam einzudämmen vermag. Gleichzeitig müssen wir den am meisten betroffenen Ländern angemessene Unterstützung zugestehen. Nebst unseren eigenen Taten müssen wir uns bei den Verhandlungen für solidarische Regeln einsetzen».

Diesen Appell an die Schweizer Politik im Vorfeld der UN-Klimakonferenz müssen wir deutlich unterstützen. Wie der Generalsekretär der Vereinten Nationen und Tausende von Wissenschaftler*innen betonen, stellt der Klimawandel eine «existenzielle Bedrohung» dar. Das Jahresende 2018 ist dabei entscheidend. Während unser Parlament das CO2-Gesetz abschwächen statt stärken will, die globalen CO2-Emissionen weiter steigen und der autoritäre Nationalismus mit der aktiven Unterstützung fossiler Energieunternehmen etwa in Brasilien an Macht gewinnt, treffen sich Staaten aus der ganzen Welt zur Klimakonferenz COP24 in Polen. Die Klimakonferenz ist besorgniserregend: Keines der europäischen Länder hat seine Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen von 2015 erfüllt und die polnische Präsidentschaft ist bestrebt, beim Treffen einen Fokus auf «saubere Kohle» zu legen.

Ende 2018 werden Entscheidungen gefällt, bei denen die Existenzgrundlage von Millionen von Menschen, unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Spiel stehen. Es liegt an uns allen, die ökologische und solidarische Wende einzuleiten. Klimauntätigkeit ist eine politische Entscheidung! Wir wollen, dass die heutigen Entscheidungen darauf hinzielen, 1.5°C Klimawandel nicht zu überschreiten. Noch ist es nicht zu spät, die schlimmsten Folgen der menschgemachten Klimaerwärmung zu verhindern, wie der jüngste Sonderbericht des Weltklimarats zeigt.

«Es kann keine aufrichtige und dauerhafte Lösung für die Herausforderung der ökologischen Krise und des Klimawandels geben, es sei denn, die Antwort ist konzertiert und kollektiv, es sei denn, die Verantwortung ist geteilt und rechenschaftspflichtig, und wir geben der Solidarität und einer dienenden Haltung Priorität», sagte Papst Franziskus anlässlich des 3. Jahrestages von «Laudato Si» im Sommer 2018.

«Laudato si» - Umweltenzyklika von Papst Franziskus

«Wir müssen die Klage der Armen ebenso hören wie die Klage der Erde.» Deutlich und herausfordernd sind die Worte, die Papst Franziskus an die Menschen richtet. Sein Schreiben steht ganz in der Tradition der katholischen Soziallehre. Zugleich erweitert er diese, da er deutlich macht, dass die heutigen sozialen Krisen mit den ökologischen Krisen zusammenhängen. Die Auswirkungen des Klimawandels treffen vor allem die Armen und Schwächsten in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Da Papst Franziskus unter anderem eine Kritik am Kapitalismus betreibt, hat die Enzyklika zu vielen Reaktionen in der weltweiten Öffentlichkeit geführt.

Papst Franziskus fordert in der Enzyklika die Politik auf, entschieden zu handeln. Auch ist jede einzelne Person dazu aufgerufen, sich in eine Spiritualität der Achtsamkeit einzuüben. Damit ist ein Lebensstil gemeint, «der fähig ist, sich zutiefst zu freuen, ohne auf Konsum versessen zu sein». Dieser Lebensstil folgt der alten Weisheit, «dass weniger mehr ist.»

Wie können sich nun die Kirche, Pfarreien, Gremien und Einzelpersonen für ökologisches Handeln stark machen,so dass eine lebenswerte Zukunft für nachkommende Generationen und heute schon eine gerechte Welt entsteht?

Weiter unten sind empfehlenswerte Materialien, Anregungen und Hilfsmittel für die Arbeit mit der Enzyklika und schöpfungstheologischen Themen in Gruppen, in Liturgien oder Jugendgruppen.

In der Veranstaltungsreihe «Zukunftsforum» der Katholischen Kirche Region Bern wurde am 13. November 2015 die Umweltenzyklika und ihre konkrete Umsetzung in den Kirchgemeinden der Region Bern thematisiert.

Zukunftsforum

Konkrete Empfehlungen für ökologisches Handeln in den Kirchgemeinden von Franz X. Stadelmann, Naturwissenschaftler und Mitglied Grosser Kirchenrat der GKG Bern.

Umsetzung in der Kirchgemeinde

Texte, Tipps und Materialien

für Gottesdienst, Unterricht, Erwachsenenbildung und Pfarreiarbeit

Möchten Sie:

-  die kirchliche Schöpfungszeit vom 1. September bis 4. Oktober als Anlass 
   nehmen, um einen Gottesdienst oder eine Predigtreihe zu Ökologie, Theologie und
   Spiritualität zu gestalten?

-  einen Leseabend zur Enzyklika anbieten, mit zentralen Passagen des Schreibens, einem 
   Kurzfilm zum Einstieg und einem nachhaltigen Apéro?

-  mit Kindern und Jugendlichen erahnen, was Prophet*innen heute zu verkünden hätten?

-  den Klimagipfel in Paris Anfang Dezember thematisieren und den spezifischen Beitrag
   der Kirchen für eine substantielle Veränderung unserer Lebensweise aufzeigen?


Nachfolgend finden Sie ausgewählte Links zu weiterführenden Materialien für Gottesdienst, Unterricht, Erwachsenenbildung und Pfarreiarbeit: 

Zur Enzyklika «Laudato si» von Papst Franziskus

Volltext der Enzyklika

Zentrale Passagen aus «Laudato si» im O-Ton

Theologisch reflektierte Zusammenfassung von Prof. Norbert Mette

Sozialethische Aspekte

Klimawandel - Den Worten Taten folgen lassen.

Ein Anstoss aus sozialethischer Perspektive (Justitia et Pax, 2009)

Anregungen für Liturgie, Predigten, Gebet

Informationen zur kirchlichen Schöpfungszeit vom 1. Sept.-4. Oktober

Nachhaltigkeit in Bibeltexten - Predigtimpulse zu den Texten des Lesejahres

 

Hausgebet zur Schöpfungszeit (Pfarrei Köniz):

Texte

Ideen für Jugendarbeit und Schule

Ökologisch bewusstes Lager organisieren.

Lehrmittel «Bibel-Umwelt-Unterricht» zur Verbindung von Bibelarbeit mit Umweltfragen.

Globale Welt in der Schule – Lehrmittel, Medien, BestPractices etc.

Filme zur Thematik «Eine Welt».

Tipps für nachhaltiges Handeln in Pfarrei, Gruppen und für Einzelne

Das neue Umwelthandbuch «Es werde grün» der oeku mit vielen praktischen Tipps und Links zu den verschiedenen Handlungsfeldern in Pfarrei und Kirchgemeinde.

«Es werde grün»

 

Tipps für ökologisches Management bei Veranstaltungen - vom Geschirr bis zur Mobilität.

Informationen zu Konsum inkl. Firmenranking.

Berechnung des individuellen ökologischen Fussabdurckes.