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Konzernverantwortungsinitiative

Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Die Konzernverantwortungsinitiative fordert eine Selbstverständlichkeit: die Achtung der Menschenwürde und die Bewahrung der Schöpfung. Wenn Konzerne das Trinkwasser verseuchen oder ganze Landstriche zerstören, sollen sie dafür geradestehen. Nach der Einigungskonferenz vom 4. Juli, die dem National- und Ständerat die Verabschiedung des Alibi-Gegenvorschlags vorschlug, wird es voraussichtlich im November 2020 zur Abstimmung kommen.

Die Unterstützung für die Konzernverantwortungsinitiative wächst: Nebst den 114 Organisationen der Zivilgesellschaft stehen ein Wirtschaftskomitee, ein «Bürgerliches Komitee für Konzernverantwortung» und Tausende von Freiwilligen in über 350 lokalen Komitees hinter der Initiative. Auch unterstützen zahlreiche kirchliche Akteur*innen unter der Bezeichnung Kirche für Konzernverantwortung die Initiative.

Kirche für Konzernverantwortung

Die Plattform «Kirche für Konzernverantwortung» macht die kirchliche Unterstützung für die Konzernverantwortungsinitiative sichtbar, welche ökumenisch breit abgestützt ist: Nebst der Schweizer Bischofskonferenz stehen auch der Verband Freikirchen Schweiz, die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, die Schweizerische Evangelische Allianz sowie dutzende christliche Organisationen hinter dem Anliegen.

Zahlreiche Kirchgemeinden und Pfarreien machen bereits auf das Anliegen aufmerksam. Auch treten bekannte Persönlichkeiten aus der Kirche wie Bischof Markus Büchel, Simone Curau-Aepli oder Gabriela Allemann für die Initiative auf. Für die Abstimmungskampagne ist die Unterstützung der Kirche zentral.

Unterstützen auch Sie die Initiative. Auf Kirche für Konzernverantwortung finden sie verschiedene Möglichkeiten dazu.

 

 

Initiative unterstützen

Wenn Konzerne auf Kinderarbeit setzen oder Flüsse verschmutzen, sollen sie dafür geradestehen. Das fordert die Konzernverantwortungsinitiative. Damit diese gegen die Millionen der Konzernlobby eine Chance hat, ist es wichtig, dass die Konzernverantwortungsinitiative möglichst sichtbar gemacht wird. Hier können Sie Kampagnenmaterial wie Fahnen, Taschen oder Velodreiecke bestellen.

Weitere Informationen, wie Sie die Initiative unterstütze können, finden Sie auf der Webseite der Konzernverantwortungsinitiative.

 

 

 

 

 

 

 

Argumentarium

Hier finden Sie die wichtigsten Argumente für die Konzernverantwortungsinitiative. 

Die Initiative ist eine Selbstverständlichkeit
Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Die Initiative fordert eine Selbstverständlichkeit: Wenn Konzerne auf Kinderarbeit setzen oder Flüsse verschmutzen, sollen sie dafür geradestehen. Sie sollen nicht mehr länger die Augen verschliessen können.

Eine Lösung mit Augenmass
Die Haftung ist auf Gesellschaften beschränkt, über die ein Konzern tatsächlich die Kontrolle ausübt. Wer verantwortlich wirtschaftet, hat nichts zu befürchten. Viele Länder haben bereits ähnliche Gesetze verabschiedet, beispielsweise gegen Kinderarbeit oder den Handel mit Mineralien aus Konfliktgebieten.

Kein Konkurrenzvorteil durch Verantwortungslosigkeit
Die meisten Konzerne halten sich an die Regeln. Einige skrupellose Konzerne setzen sich jedoch über Umweltstandards hinweg und ignorieren Menschenrechte. Sie verschaffen sich Konkurrenzvorteile durch Verantwortungslosigkeit. Um das zu verhindern braucht es die Konzernverantwortungsinitiative.

Für unsere Nächsten und Gottes Schöpfung
Die Initiative gründet auf zwei zentralen Anliegen der biblischen Botschaft und des christlichen Glaubens: Bewahrung der Schöpfung und Nächstenliebe. Als Kirche ist es daher eine Selbstverständlichkeit, die Anliegen der Konzern- verantwortungsinitiative zu unterstützen. Sie verhindert, dass weiterhin Menschen misshandelt und Gottes Schöpfung ausgebeutet wird.

Rückblick: Veranstaltungen und Gottesdienste zur Konzernverantwortungsinitiatve

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Auch die Katholische Kirche Region Bern unterstützt das Anliegen der Initiative. So fanden im Herbst 2019 in Berner Pfarreien verschiedene Gottesdienste und Veranstaltungen zur Konzernverantwortungsinitiative statt. Flyer

Samstag, 31. August 2019, 18.00 Uhr und Sonntag, 1. September 2019, 10.00 Uhr, Pfarrei St. Martin in Worb
Gottesdienst zur Konzernverantwortungsinitiative

Sonntag, 8. September 2019, 11.00 Uhr, Pfarrei Heiligkreuz in Bremgarten
Gottesdienst zur Konzernverantwortungsinitiative

Samstag, 14. September 2019, 17.00 Uhr und Sonntag, 15. September 2019, 9.30 Uhr, Pfarrei St. Josef in Köniz
Gottesdienst zur Konzernverantwortungsinitiative

Dienstag, 17. September 2019, 19.30 Uhr, Pfarrei Heiligkreuz in Bremgarten
Filmabend zur Konzernverantwortungsinitiative: Film Sambia - Wer profitiert vom Kupfer sowie Input zur Konzernverantwortungsinitiative und anschliessendes Apéro.

Sonntag, 20. Oktober 2019, 11.00 Uhr, Pfarrei St. Michael in Wabern
Gottesdienst zur Konzernverantwortungsinitiative

Mittwoch, 30. Oktober 2019, 18.30 Uhr, aki in Bern
Filmabend zur Konzernverantwortungsinitiative: Film Trading Paradise sowie Input und Diskussion zur Konzernverantwortungsinitiative und anschliessendes Apéro.

Sonntag, 17. November 2019, 10.30 Uhr, Pfarrei Auferstehung in Konolfingen
Gottesdienst zur Konzernverantwortungsinitiative