«Jenseitige Begegnungen»

mit Jürg Steigmeier & Patrik Zeller

Freitag, 24. November 2017, 19.30 Uhr Taubenstrasse 4, Saal
(bei Dreifaltigkeitskirche / kleiner Schanze, 5 Min. zu Fuss vom HB Bern)
Veranstalter: Kirche im Dialog Bern
Eintritt frei, Kollekte.

«Wie mer‘s glaubt, so isch es nììd, und wie s isch, so glaubt mer s nììd.»

Ab November dürfen die Toten der Sage nach wieder zurück in ihre Häuser kommen, wo sie gelebt haben oder gestorben sind. In dieser Zeit sind Jürg Steigmeier, das Urgestein des helvetischen Erzählertums und Patrik Zeller, das Theater- und Filmerprobte Klangchamäleon mit ihrem Programm «Jenseitige Begegnungen» auf Tour.

Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins: Keine leichte Kost, und doch bleibt sie für uns Menschen essentiell, schliesslich sind wir alle davon betroffen. In der Kunst wird seit einigen Jahren wieder vermehrt thematisiert, wie aktuell der Tanz um das Thema Tod in der Gesellschaft ist. So widersprüchlich es klingt: Durch die Beschäftigung mit dem Tod wird ein Bewusstsein für das Leben geschaffen.
 Trauer zu ritualisieren, sie durch mythische Erzählungen in seine Denkweise einzuordnen, ist dem Menschen seit jeher eigen. In «Jenseitige Begegnungen» sind die Erzählungen Ausdruck unterschiedlicher menschlicher Emotionen, sowie archaisch-heidnischer Glaubensreste unserer Volkskultur. Dazu spricht die Musik, einmal mit modernen Mitteln begleitend zu den Erzählungen, zum andern tragen am Klavier und Akkordeon begleitete Lieder das Thema in die Gegenwart. Das Publikum erwartet ein einzigartiges Programm, in dem zwei Kunstrichtungen fein verwoben werden und Inhalt wie Mittel einen eindrücklichen, zeitlichen Bogen spannen.

André Flury, Leiter von Kirche im Dialog Bern, sieht in der Auseinandersetzung mit diesen archaischen, volksmythologischen Erzählungen über den Tod und die Toten sowie ein Leben nach dem Tod eine spannende Herausforderung: «In der Begegnung mit diesen Erzählungen wird die Frage nach der christlichen Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod virulent. Existentielles Suchen wird dadurch angeregt: Welche Vorstellungen habe ich persönlich vom Tod? Was erhoffe ich für mich – und für die Menschen, die ich liebe? Und ebenso sehr: Was ist mir wichtig im Leben vor dem Tod?»

Interview mit Jürg Steigmeier

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