Resonanzpädagogik

Selbstbestimmung und Berührt Werden sind zentral für religiöse Lernprozesse. Unterricht und Aufgaben sollen nicht nur erledigt und abgearbeitet werden, sondern im Fokus stehen die Lernenden. Bildung wird dabei als Weltbegegnung verstanden. Wenn Weltbeziehungen gelingen, dann entsteht zwischen den Interaktionspartnern eine spezifische Wechselwirkung: die der Resonanz.
In Resonanzbeziehungen machen wir die Erfahrung, dass es da draussen, aber auch in uns Dinge gibt, die uns ansprechen, uns herausfordern, infrage stellen – kurz: die uns berühren und bewegen. Solches Lernen ist wie das Aufgehen einer bislang nicht eingenommenen Perspektive, wie das Aufwachen – so beschreibt es Käte Meyer-Drawe. Die Beteiligung liegt darin, dass man den Anspruch eines anderen zulässt und auf ihn antwortet.

In der Resonanzpädagogik wird mit diesem Widerfahrnischarakter von Lernprozessen gearbeitet, soweit man damit arbeiten kann. Sie beansprucht das Moment des Angerührt Werdens durch etwas Anderes, das macht ihren Kern aus.

In der Fachtagung gibt es eine Einführung in die Grundlagen der Resonanzpädagogik. Ihre Anwendung auf religionspädagogisches Handeln wird an konkreten Beispielen aufgezeigt und gemeinsam reflektiert.

Flyer

Wer
Unterrichtende aller Stufen, Interessierte

Wann
Donnerstag, 06.05.2021,
09.00- 15.30 Uhr

Referentin:
Barbara Hanusa, Dr. theol. und Pädagogin

Leitung
Judith Furrer Villa
Patrick von Siebenthal

Wo
Haus der Kirche
Altenbergstrasse 66, Bern

Kosten
Fr. 50.-

Anmeldung
Bis 30.03.2021
Online-Anmeldung