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Palliative Care- Und jetzt?

Palliative Care heisst nicht das Ende aller Behandlungen!

Bild: Stefan Maurer

Palliative Care betrachtet den betroffenen Menschen und die Angehörigen idealerweise als Ganzes. Die Erhöhung der Lebensqualität, Therapien zur Linderung des Leidens (z.B. Bestrahlung) und den Tod als normalen Bestandteil des Lebens zu akzeptieren stehen im Vordergrund. Ziele, die nicht leicht sind und bei denen es gut ist, sich mit anderen auszutauschen.

Haben Sie Fragen rund um das Thema Palliative Care?

Brauchen Sie Beratung und Unterstützung? Einfach mal jemanden zum Reden? Ideen für Angehörige? Wünschen Sie einen Besuch?

Kontaktieren Sie die Fachstelle Sozialarbeit oder Ihre Pfarrei und Mission!

Bei Fragen rund um einen Todesfall und die Beerdigung bietet die Broschüre "Die Kirchliche Bestattung" hilfreiche Informationen.

Ihre Kirchen sind auch nach einem Todesfall für Sie da! Sprechen Sie die Mitarbeitenden an.

Freiwillige in der Palliative Care

Menschen mit einer schweren Krankheit sowie deren Nahestende leisten häufig Schwerstarbeit. Während es meist als selbstverständlich angesehen wird, sich medizinische Hilfe zu holen, besteht eine gewisse Zurückhaltung beim Thema der Unterstützung für den Alltag. Einfach mal wieder ein paar Stunden in die "Normalität" zu gehen, sich für ein paar Stunden nicht zu sehen, ein wenig Zeit für sich alleine zu haben. Vielleicht ist aber trotz des eventuell vorhandenen schlechten Gewissens gerade das wichtig, um wieder zu Energie zu kommen, wieder Gesprächsstoff zu finden, etwas anderes zu sehen.

Freiwillige können hierbei eine wichtige Hilfe sein. In den 10 Empfehlungen zur Förderung der formellen Freiwilligenarbeit in der Palliative Care schreibt das BAG:

"Der frühzeitige Einbezug von Freiwilligen in die Betreuung und Begleitung schwerkranker Personen kann eine wichtige Entlastung für Betroffene und Nahestehende sein".

Im Kanton Bern stehen durch das SRK - Entlastung Angehörige in vielen Regionen Freiwillige zur Verfügung, die punktuell oder auch regelmässig Unterstützen können. Weiterhin bieten einige Spitex Organisationen sowie Vereine Freiwilligendienste an. Im Oberaargau zum Beispiel durch BSiO, in Burgdorf-Oberdorf die Spitex, SRK und Spitex im Oberland oder duch den Verein Palliative Care in Bettlach. 

Die Katholische Kirche Region Bern kooperiert mit dem Verein Etoile, welche Menschen, die durch den Mobilen Palliative Dienst Bern unterstützt werden, begleitet. Bei Interesse an einer freiwilligen Mitarbeit wenden Sie sich bitte an die Fachstelle Sozialarbeit

Lesen Sie mehr zur Freiwilligenarbeit des Vereins Etoile im pfarrblatt.

Bildung und Palliative Care

Kurse für die Allgemeinheit

Letzte Hilfe Kurse - Ein Angebot der Landeskirchen, des Spitex Verbandes Kanton Bern und des Palliativzentrums Inselspital. Weitere Informationen und aktuelles Angebot finden Sie hier.

Kurse für bereits aktive Freiwillige

Freiwillige Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden ist bereichend und zugleich anspruchsvoll. Sie löst bei den Begleitenden selbst viel aus und berührt existentielle Themen des Lebens. Um diesem anspruchsvollen Prozess gerecht zu werden, bieten die Reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn, die Katholische Kirche Region Bern sowie der Verein Etoile und die Spitex Bern den Jahreskurs "Den Weg des Herzens gehen" für bereits in der Palliative Care tätige Freiwillige an. Die Freiwilligen setzen sich mit der eigenen Spiritualität auseinander. Mehr Informationen finden Sie im Flyer. Bei Interesse an an einer Teilnahme bei der nächsten Durchführung können Sie sich bereits jetzt bei der Fachstelle Sozialarbeit informieren.

Weiterhin bietet die Fachstelle Sozialarbeit in Kooperation mit der Caritas ca. 6 Mal im Jahr 2-3 stündige Weiterbildungen im Bereich Freiwilligenarbeit an. Kursdaten erhalten Sie unter Veranstaltungen.

Krankensalbung- Ein Sakrament der Stärkung

Krankensalbung oder 'Letzte Ölung'- was ist das eigentlich?

Für viele Katholikinnen und Katholiken sind Sakramente längst mehr als Zeichen der Verbindung zu Gott – sie sind feste Bestandteile des gesellschaftlichen und familiären Lebens geworden. Doch während Sakramente wie Erstkommunion oder Eheschliessung im Rahmen grosser Feierlichkeiten gefeiert werden, hat die Krankensalbung für viele Menschen einen negativen Beigeschmack: „Wenn der Pfarrer kommt, ist’s aus“ – denken viele. Aus Angst, man würde sich das eigene Lebensende eingestehen oder es den Angehörigen zuschreiben, schreckt man davor zurück, sich in solch schweren Lebenslagen hilfesuchend an die Kirche zu wenden.

Doch gerade das Erleben von Krankheit führt uns die Zerbrechlichkeit und Endlichkeit unserer Existenz vor Augen. In solchen Momenten kann aber der Zuspruch Gottes in Form des Sakraments eine enorme Ressource sein. Bedauerlicherweise hält sich jedoch bis heute der Begriff der ’Letzten Ölung’ als Bezeichnung für die Krankensalbung in unserem Sprachgebrauch. Das Zweite Vaticanum hat aber die Krankensalbung aus dem Kontext von Tod und Sterben herausgehoben und versucht sie wieder zu dem zu machen, was sie in ihrem Ursprung war – ein Handeln im Namen Christi, das in Krankheit und Schmerz Stärkung verspricht und Schutz für Leib, Seele und Geist bewirkt. Selbst wenn die Medizin eine vollständige Genesung in Aussicht stellt, kann der Mensch existentiell erschüttert sein, so dass er den Beistand Gottes braucht. Dieses Bedürfnis verlangt keine unmittelbare Todes-Gegenwart. Eine Rückbesinnung auf diese ursprüngliche Sicht ist dringend nötig, um die Krankensalbung als Hilfe und Trost zurück in den christlichen Alltag zu bringen. Die Krankensalbung ist ein Sakrament der Stärkung der Kranken und nicht Wegzehrung für Sterbende.

In vielen Pfarreien kann die Krankensalbung vor allem am Krankensonntag, welcher jeweils am 1. Sonntag im März gefeiert wird, empfangen werden. In anderen Pfarreien finden Anlässe am Aschermittwoch statt. Ausserhalb dieser offiziellen Termin können Sie jederzeit Ihre Pfarrei oder Mission kontaktieren, um die Krankensalbung für sich oder für Ihre Angehörigen- wenn diese es wünschen- anzufragen. Die Kontaktdetails hierzu finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Pfarreien. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, um dieses Sakrament der Stärkung zu empfangen!

Weitere Informationen zu den Sakramenten können Sie hier erhalten.

Kontakt und Information

Fachstelle Sozialarbeit FASA
Katholische Kirche Region Bern
Mittelstrasse 6a
3012 Bern
Sekretariat: 031 300 33 66
fasa.bern(at)kathbern.ch

Sie erreichen uns bequem mit dem Bus Nr. 20 bis Station Mittelstrasse (Richtung Länggasse).
Fussmarsch ab dem Bahnhof ca. 10 Minuten.

Karte: Weg zur Fachstelle