Worte des Präses

Kolping Bern – gestern, heute … und morgen …

«Zu Gottes Ehr – Der Stadt zu Nutz – Der Jugend zur Lehr – Dem Handwerk zum Schutz – Dem Teufel zum Trutz – Steht’s Haus nun da – Für brave Burschen von fern und nah.»

1846 wurde in Elberfeld durch Adolf Kolping der erste Gesellenverein gegründet und an einem strahlenden Maientag des Jahres 1853 das erste eigene Gesellenhaus an der Breitestrasse zu Köln eingeweiht, dem, wie wohl vielen bekannt, in ganz Europa, ja weltweit einige folgen sollten. In Bern fand die Gründung des Gesellenvereins 1867 statt, 1928 wurde das Haus an der Rainmattstr. 18 zum Heim des Gesellenvereins. Soweit zur Erinnerung die ganz frühen Daten.

Heute - nach 150 Jahren Kolping in Bern - geht es in erster Linie darum, dankbar zu sein dafür, was alles in der langen Zeit durch Kolping möglich geworden ist an Begegnungen, Begleitungen junger Menschen, aber auch die Gründung von Familien. Dass dies über die Jahre im Raum Bern abgenommen hat, wissen gerade die älteren Kolpingmitglieder nur allzu gut. Die Entwicklung in der heutigen Zeit geht in Bern dahin, dass wir im Kolpinghaus weiterhin günstigen Wohnraum für auszubildende junge Menschen anbieten und als Verein Kolping Bern bewusst über unsere Grenzen hinaus teilen. Zurzeit unterstützen wir ein Projekt in Indien, in dem junge Frauen zu Näherinnen ausgebildet werden, die dann ihre Dienste andern anbieten und sich und ihrer Familie einen Verdienst sichern können.

Als Präses Kolping Bern ist es mir ein Anliegen, dass wir unseren Mitgliedern, Frauen und Männern, Gelegenheiten zur Begegnung und zum Miteinander unterwegs sein anbieten – im Bewusstsein, dass es in der heutigen Zeit oft darum geht, miteinander den letzten Weg zu gehen … einander Wegbegleiterinnen und -Begleiter sein in den leichten und schweren Stunden – im Vertrauen darauf, dass die göttliche Kraft in und um uns segensvoll mit uns ist.

Das wünsche ich Kolping Bern für die kommenden Jahre.

François Emmenegger, Präses