Beim Namen nennen/ Cercle de Silence

Nationaler Flüchtlingstag 2023

Mit dem Cercle de Silence 2023 leistete die Fachstelle Sozialarbeit der Katholischen Kirche Bern auch dieses Jahr einen Beitrag zur Aktion beim Namen nennen.

Stell Dir vor...

Du bist gezwungen deine Heimat zu verlassen. Krieg, Krisen und Konflikte haben gemäss UNHCR im Jahr 2022 rund 103 Millionen Menschen vertrieben. Doch was, wenn das Land in das man flieht, keinen Schutz bietet, sondern man einen negativen Asylentscheid erhält und abgewiesen wird?

Im März 2023 lebten im Kanton Bern gemäss Migrationsdienst 589 abgewiesene Asylsuchende in Nothilfe.

Wir, abgewiesene Asylsuchende und die Kirchen in Bern, haben in einem Cercle de Silence 30 Minuten gemeinsam…

  • den auf der Flucht verstorbenen Menschen gedacht
  • gezeigt, dass besonders in Nothilfe lebende abgewiesene Asylsuchende und Sans-Papiers in der Schweiz in einer sehr schwierigen Situation leben.
  • ein Zeichen gesetzt und haben uns solidarisch gezeigt.

In Nothilfe leben bedeutet,

  • Du hast 10.- CHF pro Tag für Ausgaben wie beispielsweise Essen, Kleidung und ÖV.
  • Du darfst nicht arbeiten und keine Ausbildung machen, obwohl Du eine Arbeits- und Ausbildungsstelle hättest.
  • Du lebst oft sehr viele Jahre in einem Rückkehrzentrum. Das bedeutet viel Stress.

Wir wünschen uns,

  • Papiere zu haben, um selbstständig sein zu können.
  • Das Recht eine Ausbildung machen und Lohnarbeit nachgehen zu dürfen.
  • Heiraten und zu unseren Partner: innen in den Nachbarkanton ziehen zu dürfen.

Eine Aktion von abgewiesenen Asylsuchenden und den Kirchen in Bern.

Sehen Sie dazu diesen Bericht: https://youtu.be/LRCXSxPoBxc

Impressionen: https://www.youtube.com/watch?v=9Kiyk1SgBtI

Flüchtlingstag 2023

Flüchtlingstag 2022

Beim Namen nennen:

Seit 1993 sind mehr als 48'000 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere wurden an Grenzübergängen erschossen. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys. Für die meisten Flüchtlinge ist Europa eine Festung. An den europäischen Aussengrenzen leben aktuell hunderttausende Menschen in erbärmlichen Verhältnissen und Lagern.

Während 24 Stunden engagierten sich viele Menschen, um auf diese vielfältigen Schicksale aufmerksam zu machen. Die Namen der auf der Flucht verstorbenen wurden ab Samstag, 18.6.2022 während 24 Stunden vorgelesen. Den Anfang machte der Berner Stadtpräsident.

Auf dem Bahnhofplatz  wurde eine "Schärme-Brücke" (shelter bridge) gebaut, via der in die Heiligkeistkirche gegangen werden kann. Rund um die Kirche wurden die Zettel mit den Verstorbenen aufgehängt. Sie erinnern an die häufig namenlosen Menschen und setzen im betriebsamen Alltag ein sichtbares Zeichen. Viele Vorbeigehende blieben neugierig und betroffen stehen, nahmen sich Zeit, die Zettel zu lesen.

Weitere Informationen zu den Aktionen, den Begleitveranstaltungen und den Organisatorinnen erhalten Sie unter beimnamennennen.ch.

Cercle de Silence 2022

Im Rahmen der Aktionen von Beim Namen Nennen fand auch das Cercle de Silence statt: 

«Wenn ich es wäre...» – Diese Frage stellt sich auch die Sozialarbeiterin der Asylberatung vor jedem Gespräch. Diese Reflexion ermöglicht es ihr, den Ratsuchenden mit der nötigen Empathie und auf Augenhöhe zu begegnen. Mit der Beratung und Begleitung von abgewiesenen Asylsuchenden leistet die Katholische Kirche Region Bern einen bedeutenden Beitrag für Menschen am Rande der Gesellschaft. Angesichts des rauer werdenden sozialpolitischen Windes ist dieses diakonische Engagement wichtiger denn je.

Cercle de Silence: Samstag, 18.6.2022,  Bahnhofplatz Bern

Öffentlich schwiegen wir und setzten damit ein Zeichen gegen die Ausgrenzung und das Vergessen von geflüchteten Menschen in unserer Gesellschaft.

In diesem Cercle de Silence haben wir uns solidarisch in ihre Situation hineinversetzt.

«Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen» Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Beim Namen nennen / Cercle de Silence 2021

Flüchtlingstag 20212 – über 44 000 Opfer der Festung Europa

Seit 1993 sind mehr als 48000 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere wurden an Grenzübergängen erschossen. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys. Für die meisten Flüchtlinge ist Europa eine Festung. An den europäischen Aussengrenzen leben aktuell hunderttausende Menschen in erbärmlichen Verhältnissen und Lagern.

Unter dem Motto "Und wenn ich es wäre..." fand im Juni 2021 ein Cercle de Silence statt. Schweigend setzten wir damit ein Zeichen gegen die Ausgrenzung und das Vergessen von geflüchteten Menschen in unserer Gesellschaft.

Unter beimnamennennen.ch finden Sie mehr Informationen über diese Aktion. Lesen Sie auch den Beitrag auf kathbern.ch über das Engagement der Fachstelle Sozialarbeit im Bereich Migration und Asyl. 

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