Der grosse «pfarrblatt»-Parteiencheck

Wie halten es die Parteien mit der Religion, ist ihnen das Gemeinwohl wichtig und bedeutet ihnen die Bewahrung der Schöpfung etwas?

Auf der Zielgeraden hin zu den Eidgenössischen Wahlen 2019 vom 20. Oktober haben wir die grossen Parteien nach grundsätzlichen Positionen gefragt. Es ist schliesslich nicht einfach, den Überblick zu gewinnen. Für die 24 Sitze im Nationalrat kandidieren im Kanton Bern auf insgesamt 34 Listen 651 Menschen. 14 Personen möchten einen der beiden Ständeratssitze besetzen.

Die Antworten aus den Partei-Sekretariaten sind teilweise sehr ausführlich, ausgefeilt und austariert. Sie sind bisweilen sehr kurz und pointiert. Weil wir im Wahlkampf sind, müssen die Antworten durchaus mit Vorsicht gelesen werden. Niemand wagt den Konflikt, alle finden sie beispielsweise, dass die katholische Kirche zum Zusammenhalt in der Schweiz beitrage. Gleichwohl finden sich bedenkenswerte Nuancen. 

Hier also unsere Wahlhilfe, aufgemacht an ganz spezifisch religiös-kirchlichen und diakonischen Inhalten (für die jeweilige Antwort einfach auf das + bei der gewünschten Partei klicken. Die Parteien erscheinen chronologisch, nach Eingang der Antworten. Die BDP hat nicht geantwortet).

Redaktion «pfarrblatt»

1. Was ist für Ihre Partei eine gerechte Gesellschaft?

2. Sind für Ihre Partei Werte wie Solidarität oder Gemeinwohl wichtig und wieso?

3. Welchen Stellenwert hat für Ihre Partei die Eigenverantwortung, was verbindet die Partei mit diesem Begriff?

4. Die Bewahrung der Schöpfung oder die aktuelle Diskussion zum Klimawandel – inwiefern nehmen sie das ernst?

5. Trägt Ihrer Meinung nach die katholische Kirche zum Zusammenhalt im Kanton Bern bei?

6. Ist es notwendig, dass sich die Schweizerische Eidgenossenschaft oder auch die Kantone mit den verschiedenen Religionsgemeinschaften auseinandersetzen und in den Dialog treten?

7. Ist für Ihre Partei die Schweiz eine christliche Gesellschaft?

8. Ist es für Ihre Partei irgendwie von Bedeutung, dass die grossen christlichen Kirchen in der Gesellschaft an Stellenwert verlieren?

9. Wie steht Ihre Partei grundsätzlich zu Sozialhilfe und zu Leistungen des Staates?

10. Dürfen sich die Kirchen in Abstimmungskämpfe direkt einschalten, Position beziehen?

11. Im Kanton Bern sind die Bindungen zwischen Kanton und den beiden grossen christlichen Kirchen immer noch sehr eng. Wie soll sich das in Zukunft entwickeln, sollen diese Bindungen weiter gelockert oder gar gekappt werden, sollen die Kirchensteuern weiterhin durch den Kanton eingezogen werden?

 

 

 

 

Geantwortet haben
für die CVP: Synes Ernst, Vizepräsident der CVP Bern
für die Grünliberalen: Daniel Näf, Geschäftsführer der Grünliberalen Partei Bern
für die SVP: Dr. Aliki M. Panayides, Geschäftsführerin der SVP Bern
für die GRÜNEN: Jessica Fuchs, Geschäftsführerin der GRÜNEN Bern
für die SP: David Stampfli, Parteisekretär der SP Bern
für die FDP: Stefan Nobs, Geschäftsführer FDP Bern