Taschen aus alten Fastentüchern

Die Taschen sind genäht!

Die Idee, aus den Fastentüchern der vergangenen Jahre Taschen zu schneidern wurde in den letzten Wochen von Frauen umgesetzt.

Ab dem 8. Mai können die fertigen Taschen am «Rägebogestand» der Pfarrei St. Josef gekauft werden.
Kleine Taschen für Fr. 5.—; Grössere Taschen für Fr. 8.—
Der «Rägebogestand» ist, im Normalfall, jedes zweite Wochenende nach den Gottesdiensten von Samstag und Sonntag geöffnet.
Sie sind am Wochenende nicht im Gottesdienst? Dann melden Sie sich im Sekretariat - wir öffnen gerne den Verkaufsschrank für Sie.

Mit dem Kauf einer Tasche geben Sie den Fastentüchern ein zweites Leben und tragen etwas zur Nachhaltigkeit bei.

Der Erlös aus dem Verkauf geht an den Verein für Suchtprävention «NARKO-NE» in Sarajevo. Der Verein stärkt Kinder und Jugendliche, damit diese den Herausforderungen des Erwachsenwerdens gewachsen sind.

Herzlichen Dank für Ihren Einkauf.

Ute Knirim
Die Idee, aus den Fastentüchern der vergangenen Jahre Taschen zu schneidern, kam mir schon letztes Jahr, als ich die Tücher fertig gestapelt zum Entsorgen in der Sakristei gefunden habe. Zu Schade – so viel Material – so viel Geschichten, so viel Glaubenszeugnisse, Leiderfahrungen und Hoffnungen in Stoff, die Künstler*innen seit 1976 für die Fastenzeit geschaffen haben. Sie tragen Titel wie Christus im Lebensbaum – Hoffnung für alle (1976), Leben – Wasser – Licht (1984), Biblische Frauengestalten – Wegweiser zum Reich Gottes (1990), Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können (2009), Gott begegnen im Fremden (1994), Augen-blicke des Friedens (2002), Mensch – wo bist Du? (2019).
Alle zwei Jahre wurden die Fastentücher vom Schweizer Hilfswerk Fastenaktion (ehemals Fastenopfer) und vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor e.V. (Hauptsitz Aachen) vorgestellt. Nichts von ihren Themen hat an Aktualität verloren. Natürlich können wir die Künstler*innen und alle Menschen, die sie auf den Tüchern sichtbar gemacht haben und denen sie eine Stimme gegeben haben, nicht mehr angemessen würdigen. Es ist aber auch so, dass jedes Fastentuch seine 2 Jahre gehabt hat, wo es angeschaut und meditiert wurde, und zum Handeln angeregt hat.
Die Taschen geben den Fastentüchern ein zweites «Leben». Frauen aus unseren Pfarreien haben den Stoff in die Hand genommen und zuhause an ihren Nähmaschinen Taschen genäht: Grosse und kleine, mit kurzem und mit langen Schlaufen.
Es ist für mich auch ein Projekt, in dem die Kreativität und Geschicklichkeit von Frauen gewürdigt wird, die als Mädchen wie selbstverständlich Nähen lernen mussten.  Jede/r tapfere Schneider*in kann sich im Pfarreizentrum Stoff holen und zuhause loslegen und nähen. Melden Sie sich einfach im Pfarreizentrum!
Die fertigen Taschen werden dem Rägebogestand der Pfarrei St. Josef, der Produkte aus fairem Handel verkauft und jedes Jahr ein Projekt unterstützt, zur Verfügung gestellt.
So finden die Fastentücher in ihrer neuen Gestalt als Taschen einen Einsatzort, der darauf abzielt, das zu fördern, worauf die Fastentücher mit ihren Bildern und Geschichten aufmerksam gemacht haben: Gerechtigkeit für die entrechteten und vergessenen Menschen dieser Welt, Ausbeutung von Menschen, Tieren und Schöpfung entgegenzuwirken, in Frieden Leben unter dem Segen Gottes.