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Herbstsynode

Zwei Neue, ein Abtretender:
Rolf Ammann, Markus Rusch und Michel Conus.
Markus Rusch führte die Landeskirche durch turbulente Zeiten.
Michel Conus aus der Stadt Bern übernimmt die Leitung der Synode.

Auch die Synode vom 24. November in der Pfarrei Bruder Klaus in Biel/Bienne war von der Landeskirchenverfassung und dem Personalreglement geprägt. In der 2. Lesung wurde ein weiteres Mal angeregt über die Verfassung diskutiert, wobei die Synodalen mehrere Änderungen darin verankerten. Schliesslich wurde die Verfassung mit grossem Mehr zuhanden der Kirchgemeinden verabschiedet. Diese müssen nun dazu bis Mitte 2019 eine kirchliche Volksabstimmung durchführen.

Beim Personalreglement gab es in der 2. Lesung noch einmal intensive Diskussionen und verschiedene Anpassungen. Es wurde grossmehrheitlich angenommen. Ebenfalls angenommen wurden die Reglemente über Abstimmungen und Wahlen sowie über die Zusammensetzung der Regionen.

Seelsorge im Ausreisezentrum

Die Synode stimmte weiter dem Aufbau eines ökumenischen Seelsorgedienstes im Ausreisezentrum Kappelen/Lyss zu. Allerdings gab sie einem Gegenvorschlag der RV Bern den Vorzug gegenüber dem Antrag des Synodalrates. Die Synodalen wollten für das Projekt keinen langfristigen, maximalen Stellenumfang sprechen, sondern diesen den tatsächlichen Bedürfnissen anpassen. Der Synodalrat wurde beauftragt, die Vereinbarung mit den anderen Landeskirchen in diesem Sinne neu auszuhandeln.

Integration und Caritas-Markt

Wenig zu diskutieren gaben die beiden anderen Sachgeschäfte. Die Synodalen genehmigten für ein Pilotprojekt HRU einen Kredit von 155'000 Franken, verteilt auf die Jahre 2019 - 2021. Damit soll die Integration von Kindern mit einer Behinderung in den ordentlichen Religionsunterricht gefördert werden. Zudem stimmten sie der Unterstützung für den Aufbau eines Caritas-Marktes in Biel/Bienne zu und sprachen dafür einen Kredit von 100'000 Franken, verteilt auf die Jahre 2019 – 2021.

Mehr Arbeit - mehr Personal

Schliesslich stimmte die Synode der Erhöhung der Stellenprozente für Personaladministration und Rechnungsführung von heute 70 auf 200 Stellenprozente zu. Die Verwaltung wird künftig mit der Administration der Seelsorgenden, die bisher beim Kanton angestellt waren, in den Bereichen Personal und Finanzen spürbar mehr zu tun haben.

Das Budget 2019 sieht ein Defizit von knapp CHF 75'000 vor.

Wechsel an der Spitze

Nach sechs Jahren im Amt trat der Präsident der Synode, Markus Rusch, zurück. Er hat das Parlament der Landeskirche durch turbulente Zeiten geführt, die von den Diskussionen rund um das neue kantonale Landeskirchengesetz, vom Projekt «Perspektiven 2020» und schliesslich von der künftigen Neuorganisation der Landeskirche geprägt war.

Ab 2019 wird der Stadtberner Michel Conus das Amt übernehmen; die Synodalen haben ihn einstimmig gewählt. Er ist Mitglied der Exekutive der Gesamtkirchengemeinde Bern, seit 2012 ist er auch Abgeordneter in der Synode.

Ebenfalls einstimmig wurde Rolf Ammann aus Bern in den Synodalrat gewählt. Er hatte während seiner beruflichen Laufbahn mehrere Leitungsstellen in der Wirtschaft und der Verwaltung inne. Rolf Ammann ersetzt Wolfgang Neugebauer und wird unter anderem für die Missionen und anderssprachigen Gemeinschaften zuständig sein.