«Nur drei Dinge nahm er auf die Pilgerreise:
Die Augen, geöffnet für die ­Weite,
die Ohren, gespitzt,
und den leichten Schritt.»

Pablo Neruda

Seit hunderten von Jahren sind Menschen auf dem Jakobsweg unterwegs. Der Zauber dieses einzigartigen Weges bewegt auch heute noch Menschen, sich nach Santiago de Compostela auf zu machen.

Ich persönlich bin den Weg in der Schweiz, Frankreich und Spanien gewandert. Mit einer Pilgergruppe sind wir jedes Jahr eine Etappe von ca. 250 km innerhalb von zwölf Tagen gegangen und haben das Ziel Santiago de Compostela erreicht.

Der Weg führt über Hügel, hoch und runter. Wir durchquerten Wiesen, Felder und Wälder. In kleinen Weilern und Dörfern machten wir unseren Kaffeehalt. Im Schatten, im weichen Gras, nahmen wir unser Picknick ein und gönnten uns anschliessend einen Mittagsschlaf. Dies wurde zu einem festen Bestandteil unserer Pilgerreise. Jeden Tag machten wir uns auf den Weg und jeden Abend kamen wir glücklich, erleichtert und zufrieden an. Der Rucksack wurde von Tag zu Tag leichter, die Blasen an den Füssen wurden verpflastert und immer weniger beklagt und gehörten zum täglichen Wandern. Wir haben viel gelacht, gesungen, geweint, gegessen, gepflegt, massiert und wenig geschlafen. Es gab Ruhe und Erholung.

Unser Tagesablauf bestand aus einem frühen, reichhaltigen Frühstück, einer ersten Kaffeepause nach 2,5 bis 3 Std. Wanderung, gefolgt von der Mittagspause mit Picknick und Siesta. Nachmittags wanderten wir nochmals um die drei Stunden, so dass wir zwischen 17.00 und 18.00 in der Herberge ankamen. Abends gab es abends ein gutes, lokales Nachtessen. Unterwegs hielten wir in Kirchen kurze Meditationen.

Neben den schönen Landschaftseindrücken bleiben uns auch die Begegnungen mit anderen Pilgern aus aller Welt in guter Erinnerung: Das gemeinsame Singen, Lachen, Essen, Gehen und Besinnen in der Gruppe.

Zwei Frauen von meiner damaligen Pfarreigruppe möchten dieses Jahr den gesamten weg gehen (ca. zweieinhalb Monate und ca. 2500 km).  Es besteht für uns die Möglichkeit, uns für eine Strecke (eine oder zwei Wochen) diesen Pilgerinnen anzuschliessen:

1. Etappe: 9. bis 16. Juli
Schweiz: Fribourg – Genf

2. Etappe: 2. bis 13. August
Frankreich: Le Puy-Figeac

3. Etappe: 12. bis 25. September
Spanien: Logrono-Leon

Am Dienstag, 28. Juni um 14.00 findet im Pfarreizentrum ein Senioren-Nachmittag statt, wo Frau Käthi Burghart (sie geht den Weg) und ich über den Jakobsweg informieren werden. Bei Interesse dürfen Sie mich auch vorher gerne anrufen Tel. 077 512 70 50.

Gemeindeleiter Peter Daniels