"Ich habe von eurem Glauben gehört"

Am Freitag, 03. März 2023 feiern wir gemeinsam mit Christinnen und Christen in über 170 Ländern den Weltgebetstag nach einer Liturgie von Frauen aus Taiwan

Abendgottesdienst der Band "Horeb". Anschliessend kleinder, taiwanisch geprägter Imbiss

Datum:         Freitag, 3. März 2022, 19.30 Uhr

Ort:                Heilsarmee, Alleestrasse 22, Langnau

Ein Team aus den Landes- und Freikirchen von Langnau lädt alle herzlich ein.

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Taiwan wurde in seiner Geschichte von verschiedenen ausländischen Regierungen kolonisiert. Das führte zu Erfahrungen mit ethnischen, kulturellen, sozialen und politischen Konflikten und Integrationsprozessen. Die Künstlerin verwendet mehrere Motive, um auszudrücken, wie der christliche Glaube Frieden und eine neue Vision für Taiwan bringt. Die Frauen auf dem Titelbild sitzen an einem Bach, beten und blicken in die Dunkelheit. Trotz des ungewissen Weges, der vor ihnen liegt, wissen sie, dass die Rettung durch Christus gekommen ist. Die Schmetterlingsorchideen stehen im Zentrum, Taiwan gilt weltweit als das «Königreich der Orchideen». Grünes Gras repräsentiert das Volk als einfach, zuversichtlich, stark und unter Gottes Obhut stehend. Die Besonderheiten der beiden Vögel symbolisiert eine Eigenschaft des taiwanischen Volkes: Zuversicht und Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten.

 

Weltgebetstag Taiwan

«Ich habe von eurem Glauben gehört», dieses Zitat aus dem Epheserbrief stellen die Frauen aus Taiwan ins Zentrum der diesjährigen Weltgebetstagfeier.  Dieser Glaube verbindet Landesgrenzen, Kultur und Hautfarbe spielen dabei keine Rolle. Der Weltgebetstag wird seit bald hundert Jahren gefeiert. Der ökumenische Gedanke bringt damit die verschiedenen Kirchen näher zueinander.

Schön, können wir in Langnau die Geschichte des Weltgebetstages weiterschreiben und so dessen Gedanke weitertragen!

Am 3. März „reisen“ wir gemeinsam nach Taiwan, lernen das Land, die Kultur  und ein paar kulinarische Köstlichkeiten kennen. In der Liturgie teilen die Frauen ihre Gedanken zu Epheser 1. 15—19 mit uns. Sie erzählen von ihren Glaubenserfahrungen und fordern uns auf zu überlegen, wie wir in unserem persönlichen Alltag den Glauben sichtbar machen können.

Mit einer Kollekte wollen wir die Anliegen der Frauen in Taiwan unterstützen. Sie haben Projekte in der Kinderarbeit, fördern die Frauen, um im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, bieten Zufluchtsorte für Migrantinnen .

Spenden unter WGT «Kollekte»: CH13 0900 0000 6176 4702 4

 

Ein Land, das es offiziell nicht gibt

Viele kennen die Insel Taiwan, die 180 km weit vor der Küste Chinas zwischen Japan und den Philippinen liegt, noch unter dem Namen Formosa («die Schöne»). So wurde sie im 16. Jh. von portugiesischen Seefahrern benannt. Tatsächlich bietet die Hauptinsel mit ihren zahlreichen umliegenden kleineren Inseln eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Naturschönheiten und natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig ist Taiwan aber auch führend auf dem Gebiet der Hightech-Industrie. Und die Hauptstadt Taipeh ist eine hochmoderne Millionenstadt.

Nach politisch sehr bewegten Zeiten mit vielen Machtwechseln sieht sich Taiwan heute als souveräner Staat, wird aber nur von wenigen Ländern der Welt als solcher anerkannt; da die Volksrepublik China den Machtanspruch auf Taiwan als «chinesische Provinz» erhebt, hat Taiwan seit 1971 auch keinen Sitz mehr in der UNO.

Die Bevölkerung Taiwans besteht zur grossen Mehrheit aus Nachkommen von seit mehreren Jahrhunderten aus China Eingewanderten. Daneben gibt es mehr als ein Dutzend indigene Stämme mit ihren eigenen Sprachen.

Das Christentum kam im 17. Jh. mit der niederländischen und spanischen Kolonialisierung auf die Insel. Es ist mit 6,5 Prozent eine Minderheitsreligion neben Buddhismus, Taoismus und anderen Religionen. Taiwan hat in der Weltrangliste einen Spitzenplatz bezüglich religiöser Vielfalt und Religionsfreiheit.

Der Weltgebetstag wird in Taiwan seit 1935 gefeiert. Die Vorbereitungen für den WGT 2023 fanden im Pandemiejahr 2020 unter erschwerten Bedingungen statt.