Bischof Felix und Lyudmyla Zuber von der ukrainisch-katholischen Gemeinschaft in Bern informieren die Medien. (Fotos: Stefan Maurer)

Bärner Härz für Ukraine-Flüchtlinge

Umfassendes Ukraine-Hilfspaket der Kath. Kirche Region Bern

Humanitäre Hilfe im Kriegsgebiet, Unterstützung für die Pfarreien in der Ukraine sowie Wohnungen und Integrationsmassnahmen in Bern. Mit einem grossen Hilfspaket engagiert sich die röm.-kath. Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung im Ukraine-Krieg. Alle Flüchtlinge egal welcher Herkunft müssten gleichbehandelt werden, forderte Bischof Felix Gmür an einer Medienorientierung Ende März 2022 in der Berner Dreifaltigkeitspfarrei.

«Als Weltkirche ist die römisch-katholische Kirche global vernetzt», erklärte der Basler Bischof Felix Gmür, Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz. Diese weltweiten Verbindungen werden sichtbar im Ukraine-Hilfspaket der Katholischen Kirche Region Bern. Alleine 300'000 Franken erreichen direkt die vom Krieg betroffenen ukrainischen Pfarreien, die umfassend in der humanitären Hilfe tätig sind. 150'000 Franken fliessen via Caritas und andere Hilfswerke in die Ukraine und Nachbarländer, welche Hunderttausende Flüchtlinge aufnehmen. Mit 100'000 Franken werden kurzfristig zudem Wohnungen und Soforthilfe für Flüchtlinge in Bern ermöglicht. Das Hilfspaket von total einer Million Franken finanziert auch Integrationsmassnahmen wie Deutschkurse oder ergänzende Sozialhilfe. Der Grosse Kirchenrat als regionales katholisches Parlament wird am 27. April abschliessend über die Gelder beraten. «Wir wollen mit dem Ukraine-Hilfspaket aus Kirchensteuer-Geldern ein Zeichen setzen und tatkräftig handeln», betonte Karl-Martin Wyss, Präsident des Kleinen Kirchenrates der röm.-kath. Gesamtkirchgemeinde, an der Medienorientierung.

«Es ist wichtig, dass wir vielen Flüchtlingen helfen können, aber wir müssen dies gerecht und verantwortungsvoll tun», betonte Bischof Felix Gmür. Die Begleitung und Beratung von Flüchtlingen gehört seit jeher zu den Aufgaben der katholischen Kirche – auch in Bern. Man wolle nicht vergessen, dass es neben der Ukraine auch andere Krisengebiete gibt, von wo täglich Flüchtlinge in der Schweiz ankommen. «Sie müssen gleich behandelt werden», forderte Bischof Felix.

Die Fachstellen für Sozialarbeit der Katholischen Kirche Region Bern werden in Absprache mit lokalen und kantonalen Stellen für die professionelle Umsetzung der Massnahmen des Hilfspakets sorgen. Sie können sich dabei auf die Erfahrungen der ukrainischen Gemeinschaft stützen, die sich mit Gottesdiensten in der Dreifaltigkeitskirche, mit Veranstaltungen, Bildungsprojekten, Wohltätigkeit und Vereinen seit Jahren in der Region Bern engagiert. «Weit weg von Zuhause ist es für uns und unsere Kinder wichtig, im eigenen Ritus zu beten, uns in der eigenen Kultur zu entwickeln», betont Lyudmyla Zuber von der ukrainisch-katholischen Gemeinschaft in Bern. Im Moment stünden jedoch die humanitäre Hilfe und die Flüchtlinge im Mittelpunkt: «Die Leute sollen sich hier akzeptiert fühlen und Kraft bekommen für den zukünftigen Aufbau der Ukraine.»

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