Das Erbe liegt in guten Händen.

Ehemaligen-Anlass der Katholischen Kirche Region Bern im Pfarreizentrum pace e bene in Zollikofen.

Wenn im Frühjahr bei der Katholischen Kirche Region Bern der Ehemaligen-Anlass stattfindet, ist das auch ein Stück weit ein Leistungsausweis gegenüber den langjährigen Mitarbeitenden. Das Franziskuszentrum pace e bene der Pfarrei St. Franziskus in Zollikofen, in das in diesem Jahr eingeladen wurde, sei der lebendige Beweis dafür, dass Kirche nach wie vor am Wachsen ist, so Ruedi Heim, Leitender Priester des Pastoralraums.

Christian Geltinger

 

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Blindenschule und zur Kirche St. Franziskus wurde das Pfarreizentrum vor einigen Jahren neu eröffnet und sei für das Pfarreileben, aber auch für die Aktivitäten der politischen Gemeinde eine grosse Bereicherung. Kirche seien die Aktivitäten und die Menschen, die diese Gebäude mit Leben füllen. Und in diesem Sinne dankte Ruedi Heim den Ehemaligen nicht nur für ihr Wirken, sondern machte zugleich Hoffnung für die Zukunft. «Auch wenn wir uns an manchem reiben, wenn vieles im Wandel ist, können wir sehen, dass daraus Neues entsteht und wir gemeinsam auf dem Weg sind.»

Der Jahresbericht 2025 gibt Anlass zur Zuversicht.

Mit Blick auf den Jahresbericht 2025, den die Ehemaligen traditionell druckfrisch aus den Händen von Karl Martin Wyss, Präsident des Kleinen Kirchenrates, erhalten, konnte auch dieser bei den Gästen grosse Zuversicht verbreiten, was die finanzielle Situation der GKG, aber auch was das Engagement jedes und jeder Einzelnen anbelangt. Es werden vielerorts Weichen gestellt, dass das positive Erbe in einem guten Sinne weitergeführt wird und die Katholische Kirche Region Bern auch in Zukunft gut aufgestellt ist. Es war ihm ein besonderes Anliegen, auf die vielen Projekte hinzuweisen, wo spontan geholfen wurde, etwa bei der Katastrophe von Blatten, aber auch in der Berufsintegration. Ausdrücklich wies er auf das Grusswort von Stadtpräsidentin Mareike Kruit hin, die die Katholische Kirche Region Bern als wichtige Partnerin hervorhebt, und skizzierte das Projekt der FINTA-Notschlafstelle, die ab Mai am Frohbergweg in Betrieb geht. Hier kooperiert die GKG mit der Heilsarmee und der Stadt Bern. 

Was Kirche auch noch ist.

Was Kirche auch noch alles mache, das wurde im zweiten Teil des Abends deutlich. Mercedes Winkler von der Geschäftsleitung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Region Bern (AKiB) stellte die unterschiedlichen Projekte vor, die mit der Unterstützung der Kirchen in Bern realisiert werden können, u.a. der Aufenthaltsraum, der 2026 von der Altstadt ins Kolping-Haus umgezogen ist, die Passantenhilfe oder die Migrationsberatung, dem betreuten Wohnen von Menschen mit chronischer Suchtproblematik, aber auch die Spitalseelsorge im Lindenhofspital oder das HipHop Center als subkulturorientiertes Jugendzentrum seien wichtige Bestandteile der breiten Palette, mit der die Kirchen unter dem Dach der AKiB ihren Beitrag leisten.

Musikalische Kulinarik

Neben den kulinarischen Leckerbissen wurden die Gäste schliesslich mit den musikalisch-humoristischen Darbietungen von Anett Rest verwöhnt. Und einmal mehr war man verblüfft, welch verborgene Talente bei den Mitarbeitenden der Katholischen Kirche schlummern. Die Organistin der Pfarrei St. Franziskus – ausgebildete Sopranistin – glänzte mit Arien aus Opern von Mozart, Donizetti und Puccini und führte selbstironisch durch ihr Programm, mal selbst in die Tasten greifend, mal von einem kompletten Orchester via Playback begleitet. Da freut man sich doch auf den eigenen Ehemaligen-Anlass!

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