Linda Zwahlen empfängt die Gäste der Gesamtkirchgemeinde im Garten des Generationenhuus.

Nachhaltige Strategie für die Zukunft

Kleiner Kirchenrat Bern stellt im Generationenhuus Schwarzenburg Legislaturziele vor.

Zur 213. Sitzung des Grossen Kirchenrats der Römisch-Katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung ging es ins Generationenhuus nach Schwarzenburg, das von der Katholischen Kirche Region Bern finanziell unterstützt wird. Dort wurden vom Kleinen Kirchenrat die Legislaturziele vorgestellt.

Nach der Eröffnung der Sitzung durch Stefan Kessler, Präsident des Grossen Kirchenrats, begrüsste Urs Rohrbach, Gemeindepräsident der Gemeinde Schwarzenburg, die Gäste. Für ihn sei es ein wichtiges Signal, dass die Gesamtkirchgemeinde auch ausserhalb der Stadtgrenzen tage und damit ihre Verbundenheit zu den zugehörigen Kirchgemeinden in der Region unterstreiche. Als einziges zentrales Traktandum der Sitzung des GKR stand daraufhin die Kenntnisnahme und Verabschiedung der Legislaturziele auf dem Programm. KKR-Präsident Karl-Martin Wyss führte in die Thematik ein und stellte die Legislaturziele vor.

Langfristige Weichenstellungen

Legislaturziele zu erstellen erfordere heutzutage eine gewisse Weitsicht, so der Präsident. Waren in vergangenen Zeiten die Stossrichtungen eher punktuell ausgerichtet und von begrenzter Gültigkeit, ist es heute erforderlich, entscheidende längerfristige Weichen zu stellen. Das sei auch der Grund gewesen, warum der Kirchenrat diesen Weichenstellungen mehr Zeit eingeräumt habe. Gleichzeitig sei schon vieles in die richtige Richtung geleistet worden. Man befinde sich in einem Prozess, der bereits 2021 mit dem neuen Organisationsreglement eingesetzt habe und kontinuierlich weiter verfolgt wird. Projekte wie der Ausbau der Geschäftsstelle zu einer modernen Verwaltungseinheit, die digitale Transformation, der Grüne Güggel oder die Bemühungen um Nachhaltigkeit und Ökologie seien das Fundament, auf dem die Legislaturziele aufbauen könnten. Dabei sei man dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Pastoral, die im Rahmen einer Retraite die Legislaturziele mitentwickelt hat.

Interaktion - Digitalisieren - Sichtbarkeit

Das Herzstück der Legislaturziele ist die Interaktion zwischen Mensch und Gott. Im Mittelpunkt steht das individuelle Erleben von Gemeinschaft, die persönliche Begegnung durch wiederkehrende Anlässe. Gleichzeitig kann man schon jetzt beobachten, dass der Bereich der Digitalisierung ein gutes Hilfsmittel sein kann, um Prozesse zu vereinfachen und Kommunikation mit Menschen herzustellen, sie zu informieren und zu beteiligen. Schliesslich möchte die Katholische Kirche als Institution von gesellschaftlicher Kraft in der Öffentlichkeit sichtbar sein durch Projekte im Bereich Teilhabe, Bildung und Nachhaltigkeit. Die Legislaturziele wurden, von zwei Enthaltungen abgesehen, vom Grossen Kirchenrat einstimmig bestätigt.

Ein Haus für Generationen

Sichtbarkeit stellte die Katholische Kirche Region Bern einmal mehr unter Beweis durch die Unterstützung des Generationenhuus in Schwarzenburg. Ausdrücklich dankte die Präsidentin Linda Zwahlen der Katholischen Kirche, die durch ihr Engagement ihre Verbundenheit auch für die Menschen in der Region zeige und einen wesentlichen Beitrag für das Zusammentreffen von Menschen auf dem Dorf leisten. Fehle es auf dem Land an starken Partnern wie etwa der Burgergemeinde, sei das persönliche Engagement der Menschen nicht zu unterschätzen. Allein 1700 Stunden hätten Freiwillige jährlich dazu beigetragen, dass sich verschiedene Generationen in ganz unterschiedlichen Gruppen hier begegnen können. Das Herzstück sei das Beizli, auf dem Dorf einfach der Hotspot für Alt und Jung. Mittlerweile sei das Generationenhuus in der gesamten Schweiz ein Vorzeigeprojekt.

Abschied von Roland von Däniken

Am Ende der Sitzung bedankte sich Stefan Kessler bei Roland von Däniken, der auf eigenen Wunsch aus dem Kleinen Kirchenrat ausscheidet. Er betonte seinen Einsatz, nicht nur im Rahmen seines Ressorts Pastoral, sondern auch für das DOCK8 und die offene kirche, für die Menschen am Rand der Gesellschaft und für Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit.

 

Mehr Infos zum Generationenhuus finden Sie HIER.

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