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Die Dreifaltigkeit als Mutterpfarrei von Katholisch-Bern: Alle Kirchgemeinden der Region spalteten sich einst davon ab. Verbinden sich alle Pfarreien und Missionen künftig wieder in einer einzigen Kirchgemeinde?

1 Kirchgemeinde für die Berner Pfarreien und Missionen?

Seit Ende Mai bis in den Juli 2019 laufen so genannte Dialoggespräche in allen Berner Kirchgemeinden und wichtigen Gremien der Katholischen Kirche Bern. Gefragt wird nach der künftigen Organisation der katholischen staatskirchlichen Strukturen in der Region Bern.

Welches sind die Herausforderungen für heutige Kirchgemeinden? Welche Strukturen brauchen wir in Zukunft? Wo lauern Gefahren? Wo locken Chancen? Welchen Nutzen hätte ein Zusammenschluss der Kirchgemeinden und der Gesamtkirchgemeinde zu einer einzigen Kirchgemeinde für die Region Bern? Mit solchen Fragen sind zur Zeit der externe Projektleiter Bruno Christen und Karl Johannes Rechsteiner, Kommunikationsleiter von Katholisch-Bern, an rund 20 Gesprächen zu Besuch bei Kirchgemeinde- und Pfarreiräten, bei Seelsorgerinnen und Pfarrern, bei interessierten und kritischen Beobachtern. Gesammelt werden offene Fragen, heikle Punkte und Anregungen für die künftige Organisation der hiesigen katholischen Kirche. Denn im Auftrag des Grossen Kirchenrates prüft eine Arbeitsgruppe die Möglichkeiten einer Fusion und macht zuerst eine Auslegeordnung zur heutigen Situation und Herausforderungen.

Unterwegs seit 2011

Die Zukunft der kirchlichen Strukturen in der Region Bern wird seit dem Jahr 2011 in den Gremien der Gesamtkirchgemeinde diskutiert. Ein erstes Fusionsprojekt wurde 2012/13 zurückgestellt, dafür bis 2016 der Status quo optimiert. Mit der Gründung eines einzigen Pastoralraums für die Region Bern wurde 2017 eine Fusion der Kirchgemeinden erneut geprüft. Die konkreten Vorschläge einer "Groupe de réflexion" stiessen jedoch bei zu vielen Kirchgemeinden auf Skepsis. In der Folge wurde eine neue Arbeitsgruppe eingesetzt für ein anderes Projekt. Im November 2018 gab der Grosse Kirchenrat grünes Licht für neue Abklärungen und setzte Meilensteine bis 2022 fest, um den Prozess regelmässig zu überprüfen. Seither ist die Arbeitsgruppe auf der Suche nach der besten Organisation für die bernischen kirchlichen Strukturen.

Auf der Suche nach der besten Lösung

Mit dem Auftrag des Grossen Kirchenrates stellte die Arbeitsgruppe anfangs 2019 die Probleme und Herausforderungen zusammen, entwickelte eine Vision und mögliche Wege für die Zukunft. Im Mittelpunkt steht die Idee einer einzigen Kirchgemeinde für alle Pfarreien, Missionen und Fachstellen der Katholischen Kirche Region Bern. Dazu werden auch die kritischen Stimmen sorgfältig gehört. Noch sind keine Entscheide getroffen. Wichtig ist eine breite Abklärungen von Bedürfnissen und Herausforderungen für die künftige staatskirchliche Organisation. Im November 2019 wird der Grosse Kirchenrat erneut entscheiden, ob der Prozess in Richtung einer einzigen Kirchgemeinde für die Region Bern weitergeführt wird.

Weitere Information bei www.kathbern.ch/EineKG

11. Juni 2019
erstellt von Kommunikationsstelle
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