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Foto: st.barbara.at

Aschermittwoch - Joseph Kuchen

Alles hat seine Stunde.
Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;
Eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden.

Kohelet 3: 1,3,7

Gestern noch Fasnacht (z.B. Güdisdienstag in Luzern), heute Aschermittwoch, gestern noch Zeit zum Lachen, Zeit für den Tanz, heute Zeit zum Schweigen, Beginn der Fastenzeit.

Alles hat seine Stunde. Nach dem ausschweifenden Tun während der Fasnacht soll es nun während 40 Tage ernst werden. Es sollen Tage der Einkehr, Tage des Besinnens, Tage des Fragens und Hinterfragens werden.

Als Zeichen dafür werden wir im Aschermittwoch- Gottesdienst mit Asche bestreut. Mit „finsterem Gesicht“ durch die Welt zu gehen und sich ein „trübseliges Aussehen“ zu geben wäre aber fehl am Platz, sagt Jesus zu seinen Jüngern (Matthäus 6,16). Wir sollen nicht so ernst werden, dass wir eine Belastung für unser Umfeld werden.

Das wäre nicht der Sinn der Fastenzeit. Vielmehr sollten wir uns auf unsere eigene Unzulänglichkeit, auf unsere eigene Unvollkommenheit besinnen und uns die Worte des Hl. Augustinus vor Augen halten: „Viele, die drinnen sind, sind draussen, und viele, die draussen sind, sind drinnen“.

26. Februar 2012