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Samuel W. hat Hunger und Durst. Um 19 Uhr fährt der Zug. Die Sitzung war anstrengend. Das Frühstück ist lange her. Das Geld reicht nur fürs Billet. Die Kreditkarte ist gesperrt, das Postkonto leer, die erhoffte Zahlung nicht eingetroffen. Bleibt das Handy, mit dem man an gewissen Automaten bezahlen kann. Doch der beim Hinterausgang verlangt echtes Kleingeld. Aber er zeigt ein Guthaben: Fr. 3.50. Echt? Zuerst versucht er es mit einer Coca-Zero für 3 Stutz. Es funktioniert! Und das Guthaben ist geblieben! Ein Appenzeller Biberli dazu. Wow! Samuel W. blickt sich verstohlen um. Am liebsten würde er den Automaten küssen. Nochmals eine Nummer drücken – salzige Chips für Fr. 3.50 fallen ins Ausgabefach. Jetzt ist das Guthaben weg, schade. Das Schmunzeln aber bleibt. Und auch Coca, Biberli und Chips.

kjr

15. Mai 2018