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Die Kirche St. Maria in Biel ist ein herausragendes Baudenkmal unter allen Schweizer Sakralbauten. Foto: Niklaus Baschung

Bieler Kirchen in Wikipedia

Die drei röm.-kath. Bieler Kirchen St. Maria, Bruder Klaus und Christ-König werden in Wikipedia gewürdigt. Markus Weber, Priester und Deutschlehrer, hat die Artikel verfasst.

Die Wikipedia ist das umfangreichste Lexikon der Welt. Sie lag im Dezember 2016 auf dem fünften Platz der am häufigsten besuchten Websites. Ihre Finanzierung erfolgt durch Spenden. Die Online-Enzyklopädie bietet freie, also kostenlose und zur Weiterverbreitung gedachten, unter lexikalischen Einträgen zu findende Artikel. Vor fünf Jahren hat Markus Weber begonnen, Wikipedia-Artikel zu „unseren interessanten und schönen katholischen Kirchen in der Schweiz“ zu verfassen. Neben seinem Amt als Priester in der Pfarrei Maria Frieden Dübendorf ist er auch als Deutschlehrer an der Kantonsschule Zürcher Unterland in Bülach tätig.

Aus einem ersten Artikel sind bis heute (Stand Februar 2018) 227 geworden, die er unter einem Pseudonym veröffentlichte. „Es geht mir hierbei nicht um mich als Person, sondern um die Sache„ , stellt er fest. Im Laufe dieser Arbeit ist er mit verschiedenen Künstlern und Architekten in Kontakt gekommen. So hat er den inzwischen 93-jährigen Max Rüedi (von dem die Malereien in Christ-König Biel stammen) und dem 87-jährigen Architekten Walter Moser (der die Kirche Christ-König erbaut hatte) kennengelernt.

An der Bieler Kirche St. Maria findet Markus Weber überraschend, dass die Vorgängerkirche als Krypta erhalten geblieben ist. Als eine der wenigen Kirchen im Stil des Expressionismus, und insbesondere ihre faszinierende Gewölbekonstruktion in der Oberkirche, machen dieses Gotteshaus für ihn zu einem herausragenden Baudenkmal unter allen Schweizer Sakralbauten.

An der Kirche Bruder Klaus gefällt ihm, dass der renommierte Basler Architekt Hermann Baur nicht mit den hohen Profanbauten in der unmittelbaren Nachbarschaft konkurrieren wollte, sondern seinen Sakralbau durch die besondere Aussengestaltung mittels eines eingefriedeten Vorhofes und eines filigranen Glockenträgers wählte.

Die Kirche Christ-König ist für Markus Weber trotz ihrer Grösse und Höhe überraschend freundlich und „heimelig“. Die Lichtführung in Christ-König lasse den Raum je nach Tageszeit anders wirken.

Im Oktober 2018 wird von Markus Weber das Buch "150 Jahre katholischer Kirchenbau im Kanton Zürich" erscheinen, das sämtliche 117 katholischen Kirchen im Kanton Zürich dokumentiert. Später will er weitere Kirchen - auch aus dem Kanton Bern - in Wikipedia darstellen.

Niklaus Baschung

29. März 2018
erstellt von angelus