News

(Foto: Niraz Saied)

Der Pianist aus den Trümmern

Hoffnung durch Musik. Ein Konzert von Aeham Ahmad, in Begleitung von Christian Sutter, in der reformierten Kirche Bern-Bümpliz am 18. September. Ein Mix aus Musik und Literatur.

"Es gibt Hoffnung. Immer gibt es Hoffnung" heisst es in einem seiner Stücke. Aeham Ahmad musiziert, um Hoffnung zu schenken. Vor allem in schlechten Zeiten: Aeham Ahmad wuchs als palästinensischer Flüchtling im syrischen Flüchtlingslager Yarmouk in Damaskus auf. Während des Bürgerkriegs schob er sein verstimmtes Klavier hinaus in die Ruinen und sang, um seinen hungernden Nachbarn, vor allem aber den Kindern mittels seiner zu Herzen gehenden Musik etwas Freude und Hoffnung zu schenken. Nachdem Kämpfer des sogenannten Islamischen Staats ein Mädchen direkt neben ihm erschossen und sein Klavier angezündet haben, flüchtete er über die Balkanroute nach Deutschland, wo er heute zusammen mit seiner Familie lebt und Konzerte gibt. Aeham Ahmads Leben berührt. Seine ureigene Musik tröstet, verbindet, heilt.

Gemeinsam mit Christian Sutter findet am 18. September ein Konzert in der reformierten Kirche Bern-Bümpliz statt. Christian Sutter gilt als ein Poet am Kontrabass. Er war 35 Jahre lang Solokontrabassist im Sinfonieorchester Basel. Mit grossem Engagement und Leidenschaft spielt er heute sein Instrument und gestaltet spannende Konzerte, in denen er Musik und Literatur verbindet. So wird er während dem Klavierkonzert immer wieder Auszüge aus den Songtexten "Und die Vögel werden singen" von Aeham Ahmad vorlesen.

Eintritt Frei / Kollekte am Ausgang (Beitrag ist vollumfänglich für Aeham Ahmad bestimmt).

Weitere Informationen zu Aeham Ahmad unter www.aeham-ahmad.com

9. September 2021
erstellt von Kommunikation
  • Veranstaltungen
  • Brennpunkte
  • Bildung
  • Kommunikationsdienste
  • Soziales