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Ein Baldachin für den Kryptahof Dreifaltigkeit

Mit einem Fest feiert die Dreifaltigkeitspfarrei ihren neu gestalteten Kryptahof. Jahrzehntelang war dieser Platz ein Unort. Nun schafft ein bunter Baldachin eine geschützte Mitte zum Innehalten. Ab 12.15 Uhr nach dem Adventsgottesdienst von 11 Uhr (Dauer bis ca. 14 Uhr).

Dieser Hof war seit jeher ein Durchgangsort: Ein Weg zwischen Dreifaltigkeitskirche und Pfarreisälen, Vorplatz der Krypta, Warteraum zum Religionsunterricht, versteckter Eingang zur Sakristei, Eingangsbereich zu Toiletten, unbekannte Heimat eines Bronzereliefs oder einfach ein Kiesplatz ohne Beachtung. Als 1981 nach der Rettung der Campagne «La Prairie» vor dem Abbruch dort ein Offenes Haus entstand, inspirierte dies den Berner Architekten Rudolf Rast zu einem architektonischen Wurf. Die von ihm 1990 geschaffenen Rahmenbauten des Areals kreierten wunderbare Begegnungsplätze mit Park und den vielleicht schönsten Saalbau der Bundesstadt, die Rotonda.

Auch für den Kryptahof wurde in diesem Bauprojekt eine besondere Vision entwickelt: Es sollte, angelehnt an alte Klosterkreuzgänge, ein Innenhof entstehen, der auf allen vier Seiten von einem gedeckten Laubengang umgeben gewesen wäre. Doch das Bauprojekt setzte nicht nur soziale und ökologische Visionen um, sondern musste auch sparen: Da wurde schon mal eine ganze unterirdische Etage mit Zivilschutzräumen weggelassen. Auch die geplante Gestaltung des Kryptahofes musste in der Baukommission über die Klinge springen – so blieb dieser Unort hinter den Mauern der Sulgeneckstrasse wieder einige Jahre lang ein vergessener Platz.

Jetzt aber leuchtet im Kryptahof ein farbiger Baldachin aus Glas. Seine Strahlkraft schafft ein Zentrum, verändert die Umgebung und lädt zum Innehalten ein. Das ist kein klassisch zweckmässiger Bau, sondern ein Kunstwerk, wie der langjährige Kirchgemeindepräsident Christian Kissling in der Baldachin-Broschüre feststellt.

Das kleine Heft mit anregenden Texten der verantwortlichen Künstlerin Susanne Krell oder von Pater Uwe Augustinus Vielhaber wird beim Einweihungstag als Geschenk abgegeben.

Der Festanlass beginnt nach dem 11.00-Adventsgottesdienst und dauert bis etwa 14.00. Es gibt kurze Ansprachen von Kirchgemeinderat und Architekt Ryszard Gorajek, der Künstlerin Susanne Krell, dem Berner Kunstkritiker Konrad Tobler und von Dominikanerpater Uwe Augustinus Vielhaber. Abbé Christian Schaller von der Pfarrei Dreifaltigkeit wird das Werk segnen. Anschliessend offeriert der Kirchgemeinderat einen Apéro.

30. November 2018
erstellt von Kommunikationsstelle
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