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Herausgegriffen

Ein Kind ist kein Ding
Es sei das erste Mal, dass betroffene Gemeinden auf dem Land sich dem schwierigen Thema «Verdingkinder» mit einer Ausstellung stellten, erklärten die Ausstellungsmacher Simon Schweizer und Renate Schär in Schwarzenburg.
«Das zeugt von Mut», sagte Simon Schweizer an der Führung durch die Ausstellung «Verdingt im Schwarzenburgerland» am 31. August, an der über 20 «pfarrblatt»-Lesende teilnahmen. Eine Teilnehmerin schrieb uns nach der Führung: «Diese Ausstellung würde es verdienen, auch andernorts gezeigt zu werden. Sie ist gut konzipiert und zeigt auch Zusammenhänge mit allgemeinen Lebensumständen der Bauernbevölkerung in der Zeit unserer Grosseltern und Urgrosseltern – Armut, Bildungsmangel, Auswanderung etc.»
Jürg Meienberg

Infos zur Ausstellung: Bis 19. November, jeweils sonntags, 14.00–17.00, Schwarzenburg, Leimern 5.

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Verpflichtungen einhalten
Nicht Pioniergeist in Sachen Klimawandel fordert Caritas Schweiz vom Bundesrat, sondern nur, dass er seine Verpflichtungen gegenüber der internationalen Gemeinschaft einhält. Der Bundesrat beabsichtige, das Geld für Klimaprojekte aus den Mitteln für die Entwicklungszusammenarbeit zu nehmen. Diese interne Geldumverteilung stehe «in klarem Widerspruch zur Uno-Klimakonvention». Das katholische Hilfswerk weist darauf hin, dass 15 Prozent der Weltbevölkerung für 80 Prozent des globalen Treibhaus-Effekts verantwortlich seien. Caritas verwies unter anderem auf das Dürregebiet in Ostafrika. Heute litten 26 Millionen Menschen in diesem Gebiet Hunger. Das seien 39 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Trockenzeiten würden immer länger. Die Landwirtschaft erbringe immer weniger Erträge.
kath.ch/Jürg Meienberg


Verklärung Jesu schwebend erleben
I
srael-Besucher sollen künftig per Gondel von Nazareth-Illit zum Berg Tabor schweben können. Ein entsprechendes Seilbahnprojekt beschloss das israelische Kabinett. Die Seilbahn zielt auf einheimisches wie ausländisches Publikum und will die grosse Zahl der Nazareth-Besucher auch zu einem Abstecher in die überwiegend jüdisch bewohnte Nachbarstadt Nazareth-Illit bewegen. Der markant aus der Jesreelebene herausragende, rund 588 Meter hohe Berg Tabor ist nach christlicher Überlieferung der Ort der Verklärung Jesu Christi.
kath.ch

Jugendssynode
Das Generalsekretariat der Bischofssynode im Vatikan hält ein internationales Seminar zur Vorbereitung der Synode zum Thema Jugend 2018. Bei dem Treffen kommende Woche sollen auch Jugendliche aus verschiedenen Teilen der Welt als Vertreter ihrer Generation sprechen, teilte der Vatikan mit. Zudem sollen Experten aus allen fünf Kontinenten über die «Welt der Jugend von heute» informieren. Das Seminar behandelt in Vorträgen und anschliessenden Debatten in Sprachgruppen die Themen «Jugend und Identität», «Jugend und Anderssein», «Jugend und Planungsfähigkeit», «Jugend und Technologien» sowie «Jugend und Transzendenz».
kath.ch/Jürg Meienberg

Bistum Basel stärkt pastorale Führung
Mit der Überführung von 511 Pfarreien in 104 Pastoralräume werden die seelsorgerischen Dienste besser auf die veränderten Bedürfnisse der Gläubigen ausgerichtet. Zu dieser Erneuerung der pastoralen Strukturen, die am 1. August 2018 umgesetzt sein soll, gehört auch die heute beschlossene Vereinfachung der Führungsstruktur des Bistums. Die gegenwärtig vier Führungsebenen „Bistum, Dekanat, Pastoralraum, Pfarrei“ werden auf drei Ebenen reduziert und die Leitungsaufgaben der 34 Dekanate per 1. August 2018 auf die Pastoralräume übertragen. Damit will Bischof Felix Gmür die Handlungsfähigkeit und Flexibilität der Pastoral vor Ort stärken. Mit zehn Kantonen ist das Bistum Basel das grösste der Schweiz. Über 1300 Mitarbeitende sind in 511 Pfarreien im Dienst von 1.1 Mio. Gläubigen tätig. Die Entstehung des Bistums geht auf das 4. Jh. zurück. Geführt wird es seit 2011 von Bischof Felix Gmür.
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6. September 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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