Grosses Fest für die Erstkommunion

Um 800 Kinder und Erwachsene trafen sich am Samstag, 26. August, bei der Berner Pfarrei Dreifaltigkeit zu einem grossen Familienfest als Start zur Erstkommunion. Impressionen von diesem "Starttag" mit verschieden sprachigen Teilnehmenden aus der ganzen Region Bern mit Fotos von Gaby von Schröder.

Ein Steinwurf vom Berner Bahnhof entfernt fand an diesem sonnigen Samstag ein Familienfest der besonderen Art statt: "Es ist toll, so viele Menschen und Erstkommunikanten zusammen zu sehen. Wunderbar bunt und vielsprachig, turbulent und vielseitig, laut und lustig", kommentierte eine Mutter. Aus der ganzen Region Bern reisten über 700 Kinder und ihre Erwachsenen an, um mit diesem Anlass ihre Vorbereitung auf die so genannte Erstkommunion zu beginnen. "Schön, dass sich viele Familien mit ihren Kindern auf die Erstkommunion vorbereiten und an einem so schönen Tag zusammen finden", meinte Renato Zwahlen, ein Vater.

Das Fest begann mit einem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche neben der Kleinen Schanze. "Der Gottesdienst mit seinen vielen Sprachen war schön" – die Feier zeigte bereits die grosse Vielfalt der hier versammelten Gemeinschaft. Italienisch, spanisch, kroatisch, französisch und auch deutsch wurde gesprochen. Denn fast die Hälfte der der Mitglieder von Katholisch Bern haben ihre Wurzeln in andern Ländern Europas oder gar der Welt. Festliche tamilische Kleidung war ebenso zu sehen wir legere Schweizer Kindermode. Und ein pfiffiger Kinderchor machte die Feier zu einem fröhlichen Fest.

"Que bonito que los padres se tomen el tiempo para estar con sus niños."

"El evento esta muy muy bonito y bien organizado, la gente muy contenta y comprometida."

Es kamen Drittklässler und ihre Eltern aus der ganzen Agglomeration Bern ins Areal der Dreifaltigkeitspfarrei. Denn das Dekanat Bern als kirchliche Region umfasst 15 Pfarreien, diverse Missionen und Fachstellen von Schwarzenburg bis Konolfingen oder von Belp bis Bümpliz. "Ich finde es schön zu sehen, dass wir in unserer Pfarrei nicht alleine sind, und es noch so viele Katholiken im Raum Bern gibt", kommentierte eine Besucherin.

Im Religionsunterricht beginnt nun bei den eingeladenen Buben und Mädchen die Vorbereitung auf die Kommunion. Damit werden sie Teil der Tischgemeinschaft Gottes, an die in der Messe erinnert wird. Wie schon das Wort "Kommunion" sagt, steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt – die Kinder machen einen grossen Schritt hin in die kirchliche Gemeinschaft aller Erwachsenen, wo nicht nur Brot und Wein miteinander geteilt werden, sondern auch Sorgen, Träume oder wichtige Anliegen. Besucherin Natalie Jesch meinte, es sei "ein wunderschöner, bunter, fröhlicher und liebevoll gestalteter Tag. Wir diskutieren immer, was Religion, Glaube und was Gott ist. Doch das ist es. Das fröhliche Miteinander."

"Ich finde es schön, dass nicht alles so nahe aufeinander ist und man so Zeit und Ruhe hat füreinander."

Dieser Nachmittag sei "vielfältig und inspirierend" gewesen, sagte Besucherin Caroline Hancock: "Danke fürs Organisieren." Von der Kirchenempore bis zum Garten beim Offenen Haus "La Prairie", vom Raum für die Paramenten (kirchliche Kleider und Textilien) bis zu den Kirchgemeindesälen konnte Gross und Klein bei 16 Workshops, Führungen und Angeboten mitmachen, spielen, reden, basteln oder sich irgendwie beteiligen. Dutzende von Freiwilligen organisierten das Gumpischloss, Mitmachmöglichkeiten, backten Hostien, zeigten die Kirchenorgel oder bereiteten Schlangenbrot mit den Kids, servierten Kuchen, Sirup oder Eistee. 

"Die Hostienbäckerei hat mir gut gefallen und dass ich nun weiss, wie man Hostien macht."

"Die Orgel anzuschauen hat mir Spass gemacht. Die ist viel grösser, als die in unserer Kirche", meinte Loriane.

Ein Segen und gemeinsame Lieder unter den riesigen alten Bäumen des Prairie-Gartens beendeten den diesjährigen Starttag Erstkommunion. Die Leiterinnen des Anlasses, Christine Kohlbrenner und Livia Zwahlen strahlten begeistert: "Für uns ist das Kindgerechte, das Lebendige, das Leben – da ist Gott. So sind wir verbunden mit dem grossen Ganzen."

 

 

27. August 2017
erstellt von Kommunikationsstelle
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