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Im Offenen Haus "La Prairie" der Dreifaltigkeitspfarrei kann die Küche saniert werden, die in Katholisch-Bern am meisten benutzt wird - fünfmal pro Woche kochen hier Freiwillige für etwa 50 Gäste am Offenen Mittagstisch. Der Grosse Kirchenrat bewilligte einstimmig einen Kredit von 300'000 Franken für den Umbau von Küche, Vorratsraum und Toilettenanlagen.

Grossfusion der Kirchgemeinden ist vom Tisch

Nach lebhafter Diskussion verwarf das regionale Kirchenparlament von Katholisch-Bern am Mittwochabend einen Antrag zur Fortsetzung des Fusionsprozesses. Denn der Grosse Kirchenrat will die anstehenden Herausforderungen durch Revision des Organisationsreglementes lösen. Er stimmte ausserdem drei Bauprojekten und dem Budget 2020 zu.

Nach ausführlichen Gesprächen mit allen Kirchgemeinden und Interessengruppen stellte die zuständige Projektgruppe im Sommer fest, dass die angestrebte Fusion aus Sicht der Kirchgemeinden zu wenig Nutzen generiert und die Idee gegenwärtig nicht mehrheitsfähig ist. Deshalb beantragte der Kleine Kirchenrat eine Fortsetzung des Reformprozesses ohne Fusion als «Projekt Zukunft» und befürwortete einen präzisen Antrag der Geschäftsprüfungskommission.

Antrag aus Bern-West führte zu lebhafter Diskussion

Werner Bauer und Markus Moser, die Präsidenten der Kirchgemeinderäte von St. Mauritius Bethlehem und St. Antonius Bümpliz, zeigten sich überzeugt, dass ein Zusammenschluss zu einer einzigen Kirchgemeinde eines Tages unumgänglich sei. Deshalb beantragten sie, den Weg in Richtung Fusion weiterzuführen. Dies führte zu einer lebhaften stündigen Debatte darüber, wie sich die staatskirchenrechtliche Struktur von Katholisch-Bern weiterentwickeln solle. Der Antrag Bauer/Moser wurde mit 17 zu 5 Stimmen mit zwei Enthaltungen abgelehnt. Das «Projekt Zukunft» erhielt dagegen 20 Ja- und keine Nein-Stimmen bei fünf Enthaltungen. Eine katholische Grossfusion ist somit im Moment vom Tisch.

Herausforderungen fürs Gemeindereglement

Die Diskussion zeigte einen grossen Konsens bei der Ausgangslage: Die Revision des Organisationsreglementes soll die Strukturen zukunftsfähig und die Missionen kirchgemeindeähnlich gestalten, die Rolle der Fachstellen klären sowie Zusammenarbeit und Fusionen zwischen einzelnen Kirchgemeinden unterstützen. Die Gesamtkirchgemeinde als attraktive Arbeitgeberin will zudem Mehrfachanstellungen von Personal vereinfachen.

Sanierung der meistbenutzten Küche

Vor der Strukturdebatte hatte der Grosse Kirchenrat drei Bauprojekte von insgesamt 1,04 Mio. Franken diskussionslos und einstimmig bewilligt:

  • Dachsanierungen bei der Kirche Bruder Klaus,
  • Lüftungssanierung und Anschluss an die Fernheizwärme im Verwaltungsgebäude am Frohbergweg,
  • Erneuerung der wohl meistbenutzten kirchlichen Küche im Offenen Haus „La Prairie“ der Dreifaltigkeitspfarrei – hier führen Freiwillige fünfmal pro Woche den offenen Mittagstisch mit rund 50 Gästen pro Tag.


An der gleichen Sitzung wurde zudem das Budget 2020 der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung verabschiedet: Trotz Steuersenkung 2019 wird im kommenden Jahr bei Ausgaben von über 32 Mio. Franken ein Überschuss von 333‘000 Franken budgetiert. Den grössten Ausgabenposten bilden mit über 7 Mio. Franken der Sozialbereich und entsprechende Projekte.

 

Hier finden Sie Details zum Projekt Zukunft der Gesamtkirchgemeinde

29. November 2019
erstellt von Kommunikationsstelle
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