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Jungwacht Biel (1959) mit Präses Eduard Kaufmann und dem Leiter Hans-Peter Burri (oben im hellen Hemd rechts) Foto: zVg

"In der Jungwacht existiert nur die gute Tat"

Eine Perspektive: 

Die Jungwacht will mithelfen, den jungen Menschen zu erziehen. Sie will ihn nicht körperlich ertüchtigen, nicht praktische Fingerfertigkeit lehren, ihm nicht einen Sinn für Gemeinschaft einbläuen. Das alles will sie auch - aber vor allem: mithelfen, dass der junge Mensch lernt, sich in der Gemeinschaft der Menschen von morgen einzufügen und. einzusetzen, überflüssig zu sagen, dass er darum eine Überzeugung, einen Glauben als Startbrett braucht. 

Gruppe:

Ein Grundstein unserer Erziehung ist die Gruppe (das Team oder die Equipe). Je älter der Bub wird, desto wichtiger ist sie. Einzelgänger nützen häufig niemandem - und leiden unter ihrer Kontaktarmut. 

Stufen: 

Die Jungwacht nimmt Rücksicht auf die Alterstufen. Ein Bub reagiert mit 11 Jahren ganz anders als mit 15 Jahren, Immer gilt es, ihn so zu nehmen, wie er ist. Learning by doing: Lernen durch Tun. In der Jungwacht gibt es keine Kurse zum guten Tun. Es existiert nur die gute Tat.

Freiwilligkeit:

Die Jungwacht lebt so lange, als sie freiwillig übernommen wird. Eine Zeitlang können Eltern, Führer den Bub führen, ihm helfen. Aber auf die Dauer muss er aus freien Stücken mitmachen.

Uniform:

Ein äusseres Zeichen verhilft, der inneren Einheit Ausdruck zu geben. Vielleicht ist die heutige Uniform vor allem für die oberen Stufen überlebt; aber man behaupte nicht, die Jugend suche nicht gemeinsame äussere Ausdrucksformen - gerade in der Kleidung.

Hans-Peter Burri 

15. Mai 2012