Cross Borders – Theater kennt keine Grenzen: Zurzeit trainieren jugendliche Schweizer und Flüchtlinge für dieses Musical über die Flucht nach Europa. Ein soziales und kulturelles Projekt der Katholischen Kirche Region Bern mit der Missione Cattolica und der Jungen Bühne Bern (Foto: zvg)

Katholisch-Bern verstärkt das soziale Engagement

Zusätzlich 750'000 Franken investiert Katholisch-Bern ab 2018 in Einzelfallhilfe und Projekte für Benachteiligte in der Region Bern. Insgesamt wird das diakonische Engagement auf mindestens 15 Prozent der Steuereinnahmen und Erträge aus Liegenschaften erhöht, zurzeit sind dies 4,24 Mio. Franken. Dem Rechenschafts­bericht 2017 mit diesem Schwerpunkt stimmte das Parlament der Katholischen Kirche Region Bern an seiner April-Sitzung zu.

Die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche messe sich besonders am sozialen Engagement auch in der Region Bern, erläuterte die Kleine Kirchenrätin Gerd Hauck. Dank der Erhöhung der Mittel der Hilfskasse für Menschen sei es möglich, der sprunghaften Zunahme von Gesuchen der Einzelfallhilfe einigermassen gerecht zu werden. Aus einem weiteren Topf erhalten soziale Institutionen in der Region finanzielle Förderung, zum Beispiel Caritas Bern, das Frauenhaus oder die Integrationsarbeit der „Heitere Fahne“. Ausserdem werden mit einem Projektpool kirchliche Institutionen zu neuen Initiativen angeregt, die benachteiligten Menschen hierzulande zu Gute kommen.

Fassaden und Finanzen

Der Grosse Kirchenrat der Römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung bewilligte ausserdem Fassaden- und Dachsanierungen von insgesamt gut vier Millionen Franken in der Kirchgemeinde Dreifaltigkeit und dem Verwaltungsgebäude am Frohbergweg in Bern. Dazu wurde vom Finanzplan 2018-2022 einstimmig Kenntnis genommen. Der Bericht zeigt, dass die künftigen Jahre geprägt sein werden von anstehenden Steuergesetz-Revisionen beim Bund und im Kanton Bern, die den finanziellen Spielraum der grössten römisch-katholischen Körperschaft im Kanton schmälern dürfte. Zur Katholischen Kirche Region Bern gehören gut 62‘000 Personen in zwölf Pfarreien und zwei Missionen von Belp bis Bolligen und von der Berner Innenstadt bis an die Freiburger Kantonsgrenze. Bei jährlichen Einnahmen von gut 26 Millionen Franken wird in den kommenden fünf Jahren mit Steuerausfällen der juristischen Personen von durchschnittlich rund einer halben Million Franken gerechnet. Dieser Rückgang sollte mit der leichten Zunahme der Steuereinnahmen von einzelnen Kirchenmitgliedern aufgefangen werden können.

Schöpfungsverantwortung stärken

Franz Stadelmann, Mitglied des Grossen Kirchenrates aus Köniz, hatte im September 2017 in mit einem Postulat die Gesamtkirchgemeinde aufgefordert, sich stärker für ökologische Anliegen einzusetzen. Sämtliche Investitionen in die Erneuerung und der Erhalt der Liegenschaften sollen unter Einbezug der Verbesserung des ökologischen Nutzens getätigt werden. Der Kleine Kirchenrat stellte sich in seiner Antwort hinter diese Anliegen. Das Legislaturziel 2011 bis 2014 hiess bereits „Die katholische Kirche Region Bern handelt ökologisch“ und soll nun mit einem Leitbild und einer Nachhaltigkeitsgruppe intensiv weiterentwickelt werden. Der Grosse Kirchenrat stimmte dem Vorstoss einstimmig zu, in einem Jahr soll über die Ergebnisse informiert werden.

2. Mai 2018
erstellt von Kommunikationsstelle
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