Katholische Kirche unterstützt „Heitere Fahne“

Mit 70'000 Franken pro Jahr fördert die römisch-katholische Kirche der Region Bern auch 2019 und 2020 den Kulturbetrieb der "Heitere Fahne". Der Grosse Kirchenrat beschloss an seiner Sitzung vom 12. September in Bremgarten einstimmig die Unterstützung der sozial-integrativen Aktivitäten des verantwortlichen Kollektivs Frei_Raum in Wabern.

Das Festival "Säbelibumm", Partys für Freaks und Stars oder Theater für und mit Menschen mit Besonderheiten, verbunden mit einer Küche zum Schmausen, sozialen Arbeitsplätzen und einer Menge Freiwilligenarbeit - die überraschende kulturelle Mischung und das soziale Engagement der "Heitere Fahne" hat die Katholische Kirche Region Bern überzeugt, die Integrationsarbeit des vielfältigen Betriebs finanziell zu unterstützen. Nach 30'000 Franken im 2017 und einem Beitrag von 70'000 Franken im laufenden Jahr beschloss der Grosse Kirchenrat der Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung Mitte September, die Fortführung dieses Förderbeitrags auch für die Jahre 2019 und 2020 mit jeweils 70'000 Franken. Dabei handelt es sich um den grössten einzelnen Beitrag von aussen im Budget des nicht-kommerziellen Treffpunkts am Fusse der Gurtenbahn.

Dem einstimmigen Beschluss gingen interessierte Voten voraus, in denen vor allem die Mitarbeit und der Einbezug von Menschen mit und ohne Behinderungen, von Kindern und Jugendlichen, Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen und Männern mit psychischen Herausforderungen oder in sozial schwierigen oder abhängigen Situationen gelobt wurde.

An der gleichen Sitzung wurde zudem die weiterführende Mitfinanzierung der Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not um 20'000 auf 45'000 Franken jährlich erhöht. Durch jährlich über 2000 Beratungen, Übernahme von Gerichtsfällen und Projekte verschafft die Rechtsberatungsstelle Menschen in Not einen Zugang zum Recht weit über den Asylbereich hinaus. Beide finanziellen Beiträge sind Umsetzungen des Legislaturziels "Die Glaubwürdigkeit der röm.-kath. Kirche Bern mit diakonischem Engagement stärken". Im gleichen Bereich werden mit Geldleistungen auch Dutzende kleinere Projekte gefördert, welche sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen. Oft haben sie direkt oder indirekt eine kirchliche Verbindung.

"Die Kirche ist schon immer unterstützend tätig, wo sich Menschen ehrenamtlich und solidarisch einbringen, damit soziale Schranken abgebaut und Menschen mit schwieriger Ausgangslage gestärkt werden", erläuterte Gerda Hauck vom Kleinen Kirchenrat im regionalen Kirchenparlament. Der Beitrag an die "Heitere Fahne" sei für Katholisch-Bern allerdings ein Stück Neuland und gehe über das bisherige Engagement hinaus, betonte GPK-Sprecher Dominique Reymond: "Es zeigt, dass wir uns für eine Kirche engagieren, die aktiv auf die Leute zugeht und nicht wartet, bis diese sich eines Tages getrauen, an die Pforten unserer Pfarreien anzuklopfen."

www.dieheiterefahne.ch

13. September 2018
erstellt von Kommunikationsstelle