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Fotos: Kirche in Not

Kirche inmitten von Armut, Trockenheit und Terror

Diesen Samstag um 18 Uhr und am Sonntag um 9.30 Uhr feiert Bischof Barthélemy aus Nord-Kamerun in der Paroisse de langue française in der Berner Dreifaltigkeitskirche den Gottesdienst mit.

Barthélemy Yaouda Hourgo, geboren 1964 in Mayo-Ouldémé (Tokombéré), wurde 2008 zum Bischof des Bistums Yagoua geweiht. Das Bistum liegt im Norden Kameruns, wo es sehr trocken ist. Die Mehrheit der Bewohner sind extrem arm. Von den rund 1,2 Mio. Bewohnern des Bistums bezeichnen sich 87'000 als Katholiken. Die Diözese Yagoua hat eine Ausdehnung von 22'062 km² (die Hälfte der Schweiz) und sie umfasst 25 Pfarreien.

Bedrohung durch Terrorismus

Nebst der Trockenheit setzt den Menschenin dieser Region auch die radikalislamische Terroristengruppe Boko Haram zu. Die Terroristen operieren hauptsächlich in Nigeria, aber vor einigen Monaten kamen über 40'000 Menschen aus Nigeria nach Kamerun. Die Flüchtlinge suchten Schutz vor den Kämpfern Boko Harams - doch die zusätzlichen Menschen stellen die lokale Bevölkerung wegen der wenigen vorhandenen Ressourcen vor enorme Herausforderungen. Die katholische Kirche steht den Armen und Verfolgten so gut wie möglich bei.

Katholische Kirche in Kamerun

Die katholische Kirche ist seit Ende des 19. Jahrhunderts in Kamerun präsent. Im Laufe der Zeit fanden immer mehr Kameruner zum katholischen Glauben. Aktuell bezeichnen sich rund 25 Prozent als Angehörige der katholischen Kirche, was rund 4,7 Mio. Gläubigen entspricht. Im Land gibt es 24 Bistümer. Während die Litugiesprache mehrheitlich Französisch ist, wird im westlichen Gebiet South Cameroons, auch in den Gottesdiensten Englisch gesprochen. Da das Land arm ist, fehlt es der Kirche häufig an den nötigen Ressourcen.

Das Schweizer Hilfswerk "Kirche in Not" unterstützt die Kirche in Kamerun vielfältig, zum Beispiel durch die Finanzierung von Motorfahrzeugen. Da die Strassen kaum asphaltiert sind, häufig Schlaglöcher aufweisen und sich bei Regen in Schlammwege verwandeln, benötigen die Seelsorger robuste Autos. Um nicht stecken zu bleiben, ist ein Allradantrieb nötig. Nebst der Fahrzeughilfe engagiert sich "Kirche in Not" bei der Unterstützung der Kirche Kameruns in zahlreichen anderen Bereichen, im Jahr 2018  wurden in Kamerun Projekte mit über einer Million Schweizer Franken unterstützt.

www.kirche-in-not.ch 

19. Juni 2019
erstellt von Kath.ch/Kommunikationsstelle
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