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Berner Kirchen-Zukunft wird konkret

Der Zukunftsprozess zur Organisation der Gesamtkirchgemeinde kommt in die Schlussphase. Der Grosse Kirchenrat berät am 28. April in der Rotonda der Dreifaltigkeitspfarrei in erster Lesung das neue Organisationsreglement.

Welche Rolle spielen Missionen und anderssprachige Gemeinschaften in der Berner Kirche? Wie sollen die Anstellungsmodalitäten des Personals geregelt werden? Solche Fragen führten seit 2011 zu Diskussionen über die Organisation von Katholisch-Bern. Zuerst wurde der Status quo optimiert. 2018 kam es zum Projekt «Kirchgemeinde Region Bern», welches eine Fusion aller Kirchgemeinden zu einer einzigen Kirchgemeinde zum Ziel hatte. Doch in einem solchen Zusammenschluss wurde zu wenig Nutzen erkannt. Dagegen stiess die Idee einer Totalrevision des Organisationsreglements auf Zustimmung. Damit sollen diverse strukturelle Probleme praktisch gelöst werden.

Nun liegt dem Grossen Kirchenrat der Vorschlag für ein neues Organisationsreglement vor. Er ist die Frucht des Projektes «zukunft gkg», das der Kleine Kirchenrat 2020 lanciert hat. Eine Steuergruppe, ein Kernteam und eine breit abgestützte Projektgruppe haben die neue Berner «Kirchenverfassung» erarbeitet. Die Projektleitung lag beim Luzerner Organisationsberater Bruno Christen. Der Berner Rechtsanwalt Dr. Ueli Friederich begleitete die Arbeiten als Fachexperte.

Das neue Reglement will

  • anderssprachige Gemeinschaften möglichst wie Kirchgemeinden behandeln,
  • Anstellungsmodalitäten zeitgemäss gestalten,
  • Fusionen von Kirchgemeinden erleichtern,
  • Zuständigkeiten der einzelnen Organe klar regeln,
  • diverse Bestimmungen aktualisieren.

 

Am 28. April führt der Grosse Kirchenrat als Parlament die erste Lesung des neuen Reglements durch. Auch wenn es sich um eine Totalrevision handelt, bringt es keine grundlegende Neugestaltung der Gesamtkirchgemeinde. Die bestehende Organisation und die meisten Abläufe haben sich bewährt und werden beibehalten. Der Grosse Kirchenrat soll das Organisationsreglement dieses Jahr in zwei Lesungen verabschieden. Danach braucht es die Zustimmung der Mitglieder der einzelnen Kirchgemeinden in einer Urnenabstimmung. Diese soll – wenn immer möglich – Ende 2021 erfolgen.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Die Botschaft des Kleinen Kirchenrates samt Synopsis des neuen Organisationsreglementes im Anhang

Das Handout mit den häufigsten Fragen

Verschiedene Beiträge zu den Hintergründen des Zukunftsprozesses

16. April 2021
erstellt von Kommunikationsstelle
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