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Kirchliche Schatzsuche

Die Fachstelle Kinder und Jugend der Katholischen Kirche Region Bern animiert Familien mit dem Projekt "Mit Geocaching den Kirchen auf der Spur", ins Freie zu gehen und sich zu bewegen. Eine Schatzsuche für Klein und Gross in der Stadt Bern und im Naturpark Gantrisch.

Zurzeit kommen viele Ausflugsziele für Familien aufgrund der Pandemie nicht in Frage: Freizeitparks, Zoos, Kinos, Schwimmbäder usw. müssen warten. Doch Geocaching ist eine tolle Alternative an der frischen Luft, ein Freizeitspass für Klein und Gross, gepaart mit der Suche nach Verstecken, den sogenannten Caches, ein wahres Abenteuer. Rolf Friedli, soziokultureller Animator der Fachstelle Kinder und Jugend der Katholischen Kirche Region Bern, beschreibt dessen Reiz folgendermassen: "Geocaching ist die ideale Freizeitbeschäftigung, wenn wir befürchten, dass uns die Decke auf den Kopf fällt." Die Verstecke seien meist in der freien Natur zu finden und deshalb eine gute Abwechslung zum Alltagsblues: "Oft entdeckt man neue Orte, lernt Wissenswertes über alte Bräuche und reizvolle Landschaften kennen."

Das Projekt "Mit Geocaching den Kirchen auf der Spur" der Fachstelle Kinder und Jugend existiert nun schon seit einigen Jahren. Es soll Familien dazu animieren, ins Freie zu gehen und sich zu bewegen. Denn draussen zu spielen, ist für Kinder wichtig und prägend. Die Fachstelle Kinder und Jugend setzt sich für gesunde Aufwachsbedingungen der Kinder ein. Unterstützt wird das Projekt von den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, der kirchlichen Arbeitsgruppe Gantrisch und vom Naturpark Gantrisch.

Sagenumwobene Geschichten

Rund um zwölf Kirchen in der Stadt Bern befinden sich Verstecke, die es beim Geocaching zu finden gilt. So kann man sich unter anderem bei der Dreifaltigkeitskirche in Bern, der Kirche St. Franziskus in Zollikofen oder der Kirche Guthirt in Ostermundigen auf Schatzsuche begeben. Doch wie kam es dazu, dass Kirchen mit Geocaching verbunden werden? Rolf Friedli beleuchtet die Idee dahinter: "Kirchen bieten oft sagenumwobene Geschichten, seien es architektonische Besonderheiten, alte Bräuche oder besondere Orte, die von vielen als Kraftorte wahrgenommen werden." In den Beschreibungen der sogenannten "Caches" findet sich stets eine besondere Story zu den Kirchen vor Ort.

2018 wurde die Schatzsuche rund um Kirchen als weiterführendes Projekt in Zusammenarbeit mit der Kirchlichen Gantrischkommission und dem Förderverein "Naturpark Gantrisch" erweitert. Seitdem kann man auch im Naturpark Gantrisch auf Schatzsuche gehen. Hier gibt es insgesamt 17 Kirchen zu entdecken, um alle Verstecke ausfindig zu machen. Gleichzeitig lässt sich ein wunderschöner Fleck der Erde mit endlosen Wäldern, ursprünglichen Wiesen und tiefen Schluchten erkunden. Mit Geocaching findet man also nicht nur besondere Orte und Wissenswertes über die jeweiligen Kirchen und ihre Umgebung, sondern es lassen sich auch atemberaubende Aussichten geniessen. Rolf Friedli ist vom Projekt überzeugt: "Ob alleine, mit der Familie oder in kleineren Gruppen, Geocaching ist die ideale Beschäftigung, um draussen an der frischen Luft und in der Natur Zeit zu verbringen." Für den Religionsunterricht eigne sich das Geocaching ebenfalls hervorragend: "In kleineren Gruppen können die Jugendlichen ihre Streifzüge zu den Kirchencaches mit dem Velo, zu Fuss oder mit dem ÖV in Angriff nehmen. Voraussetzung für solche Cacherunden ist jedoch eine gute Planung der Route."

Versteckte Schätze

In den Caches lassen sich unterschiedliche Inhalte finden. In jeder versteckten Box stösst man nämlich auf eine jeweils andere Überraschung. Neben einer spannenden Fabel über die Geschichte der jeweiligen Kirche oder deren Umgebung gibt es hier und da etwas Kleines zum Mitnehmen wie etwa Tier-Pins zum Anstecken. Auch Geschicklichkeitsspiele, Fotos, Schreibutensilien und Briefe von anderen Schatzjäger*innen können gefunden werden. Zusätzlich machen kleine Rätsel die Schatzsuche zu einem kniffligen Abenteuer. "Es gibt einzelne Verstecke oder zusammenhängende 'Multicaches'. Bei den 'Multis' muss man jeweils ein Rätsel lösen, um die Koordinaten des nächsten Versteckes ausfindig machen zu können", erklärt Rolf Friedli. Wichtig ist jedoch, dass man nach dem Öffnen der Box diese wieder an dieselbe Stelle zurücklegt. So können sich auch andere Schatzsuchende daran erfreuen und die Verstecke mithilfe der Koordinaten finden.

Startschuss

Der Aufbruch zur Suche nach den Schätzen ist einfach und schafft für die ganze Familie ein kleines Abenteuer in der Natur. Es braucht lediglich einen Internetzugang und ein Smartphone oder ein GPS-Gerät. Registrieren Sie sich unter www.geocaching.com und laden Sie die Geocaching- App herunter. Danach warten viele Verstecke und interessante Geschichten auf Sie. Nebenbei lassen sich allerlei spannende Kirchen einmal ganz anders kennenlernen!

Matthias-Dominic Hoyos

 

Weitere Informationen und der neue Flyer unter www.kirchenspuren.ch

12. November 2020
erstellt von Kommunikationsstelle
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