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Komm - Georges Schwickerath

KOMM in unsere stolze Welt,
Herr, mit Deiner Liebe Werben,
überwinde Mach und Geld,
lass die Völker nicht verderben.
Wende Hass und Feindessinn
auf dem Weg zum Frieden hin

KOMM in unser festes Haus,
der du nackt und ungeborgen.
Mach ein leichtes Zelt darauf,
das uns decken kann bis zum Morgen.
Denn wer sich wohnt, vergisst bald,
dass unterwegs er ist.

KOMM in unser reiches Land,
Herr in Deiner Armut Blösse;
dass von Geiz und Unverstand 
willig unser Herz sich löse
schaff aus unserem Überfluss
Rettung dem, der hungern muss.

KOMM in unser dunkles Herz,
Herr, mit Deines Lichtes Fülle,
dass nicht Hochmut, Angst und Schmerz
Deine Wahrheit uns verhülle,
die auch noch in tiefer Nacht
Menschenleben herrlich macht.

KOMM in unsere laute Stadt,
Herr, mit Deines Schweigens Mitte,
dass wer keinen Mut mehr hat,
sich von Dir die Kraft erbitte
für den Weg durch Lärm und Streit
hin zu Deiner Ewigkeit.

Hans Graf von Lehndorf

15. Dezember 2012