Übergabe. (v.l.): Kurt Schweiss, Edith Rey Kühntopf, Thomas Müller. Foto: Guido Lauper.

In Gegensätzen verbunden bleiben

«Kurt Schweiss, hiermit setze ich dich ein als Dekan des Dekanats Bern-Oberland und als Pastoralraumpfarrer des Pastoralraumes Bern Oberland.»

Das sagte Edith Rey Kühntopf als Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Verena des Bistums Basel. Nicht einfach so, sondern im eindrücklichen und feierlichen Gottesdienst vom vergangenen Samstag in der fast vollständig besetzten Bruderklauskirche in Spiez. Verbunden mit dem Wunsch nach Weisheit und Kraft des Heiligen Geistes und viel Freude bei der Wahrnehmung der Aufgaben, «die du gemeinsam mit deinem grossen Seelsorgeteam erfüllst».
Das ihm übergebene in Grau und Weiss geteilte Kreuz als Zeichen der Gegensätze – «manchmal sogar als Unvereinbares im Kreuz», interpretierte Kurt Schweiss mit dem Hinweis: «In vielen Dingen werden wir im Graubereich leben, uns in unterschiedlichen Meinungen begegnen. Als Seelsorgende stellen wir die Kirche dar, werden im täglichen Tun sichtbar; überzeugt, dass es gehen wird, auch wenn es manchmal ein Kreuz ist.»

Dass er selbst nicht alles tierisch ernst nimmt und den leichten Seiten des Alltags nicht abgeneigt ist, kam im Geschenk köstlicher Biere zum Ausdruck. Als Akt des Ungehorsams bezeichnete Edith Rey den Dank an Thomas Müller, Pfarrer in Gstaad, der in seiner ihm eigenen Bescheidenheit lieber im Hintergrund geblieben wäre. «Du hast den Pastoralraum entwickelt», sagte sie, «dein Erbe anzutreten ist etwas Schönes!»

Der Gottesdienst mit allen Oberländer Pfarreien war dem Thema Barmherzigkeit gewidmet. Von den Lesungen über die Predigt von Edith Rey zu einer von einem Gefangenen hergestellten zerbrechlichen Kirche bis zur Eröffnung der Wanderausstellung zu den «7 Werken der Barmherzigkeit», die in Spiez mit der «etwas anderen Sicht» auf «Gefangene besuchen » bis am 3. April zum Nachdenken anregt.

Guido Lauper

Pastoralraum Bern-Oberland

9. März 2016
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