Ruth-Gaby Vermot in der Menschenrechts-Ausstellung im Haus der Begegnung. In ihrem Referat an der Vernissage betonte die Alt-Nationalrätin: "Die Menschenrechte müssen täglich, immer wieder und mit grosser Kraft gemeinsam verteidigt werden."

Meine Geschichte, mein Recht

Bewegende Portraits aus der Schweiz

Menschenrechte sind nicht selbstverständlich – auch nicht in der Schweiz. Persönlich und bewegend erzählen Menschen in einer Ausstellung, was es bedeutet, wenn Grundrechte verletzt werden und wie sie für ihre Rechte kämpfen. Zu sehen noch bis 11. November im Haus Begegnung der Katholischen Kirche Region Bern an der Mittelstrasse 6a in der Länggasse. 

"Die Menschenrechte müssen täglich, immer wieder und mit grosser Kraft gemeinsam verteidigt werden. Nur so können wir uns und spätere Generationen vor staatlicher Willkür und Schutzlosigkeit bewahren." Mit eindringlichen Worten erinnerte Friedenspolitikerin und Alt-Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot an der Vernissage zur Ausstellung an die fundamentale Bedeutung der Menschenrechte und warnte vor der Annahme der so genannten "Selbstbestimmungsinitiative" der SVP, welche diese Rechte ausheble.

Menschenrechte bedeuten, dass wir in Würde leben können. Sie sind kein abstrakter Begriff, sondern garantieren unsere Sicherheit und Freiheit. Sie gehören als Prinzipien zu unserer Demokratie. Sie stehen uns allen zu, egal ob arm oder reich, alt oder jung, gesund oder krank, Schweizer oder Ausländerin.

Was es bedeutet, wenn diese Prinzipien nicht mehr gelten, davon erzählen in der Ausstellung in Bern diese Geschichten über neun ganz verschiedene Frauen und Männer aus der Schweiz. Diese Portraits zeigen, dass auch bei uns Menschenrechte nicht in Stein gemeisselt sind, sie sind auch nicht automatisch über die Bundesverfassung gesichert. Wir alle tragen Verantwortung, dass sie nicht durch nationale Gerichte, das Parlament oder Volksentscheide geschwächt werden können.

Kurzreferat von Ruth-Gaby Vermot

Flyer Ausstellung

Link zu den gezeigten Portraits mit ihren Geschichten und Video-Interviews

17. Oktober 2018
erstellt von Kommunikationsstelle
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