Alle Jahre wieder: Begegnungen, Fragen und Entdeckungen während der Nacht der Religionen.

O schöne Nacht!

Am 10. November findet die traditionelle Nacht der Religionen in Bern statt. Unter dem Motto «Was ist schön?» organisieren Religionsgemeinschaften und religiöse Institutionen gemeinsam Veranstaltungen und laden über die ganze Stadt verteilt zu Begegnung, Dialog, Kennenlernen, Fragen und Hinterfragen ein.Dazu ein paar persönliche Schlaglichter von André Flury, Leiter der Fachstelle Kirche im Dialog.

«pfarrblatt»: Wie kam es zum diesjährigen Motto «Was ist schön»?

André Flury: Ästhetik wird noch heute sehr stark in Religionen mit östlichen oder orientalischen Wurzeln betont. So brachte Stefanos Athanasiou aus der griechisch-orthoxen Kirche dies fürs Motto ein.

Was ist für Sie persönlich «schön»?

Wenn Menschen in Frieden leben. Dann haben sie auch die Möglichkeit, die Schönheit der Natur zu geniessen und zu schützen sowie Schönes wie Musik und Kunst zu erschaffen.

Neu gibt es 2018 ein Programm für Kinder.

Ja, der Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen sollte so früh wie möglich beginnen. Kinder sind in der Regel sehr offen und kreativ dabei, Neues zu entdecken. Im «Creaviva» können Kinder am Nachmittag erleben, wie sie zusammen stark sind und ein gemeinsames Kunstwerk gestalten. Im Haus der Religionen können sie basteln, spielen und einfache, lebensfrohe Tänze aus der hinduistischen Tradition und ermutigende christliche Lieder kennenlernen. Diese führen sie um 17.00 dann auf.

Wo wird man Sie antreffen?

An möglichst vielen Orten – die Nacht der Religionen ist immer zu kurz (lacht).

Was bedeutet Ihnen diese Nacht?

Das Zusammenleben ist heute zunehmend durch Nationalismus und egoistisches Verhalten gefährdet. Da setzt die Nacht der Religionen ein starkes Hoffnungszeichen – für die Würde aller Menschen, für den Dialog und den Frieden. Das freut mich zutiefst.


www.nachtderreligionen.ch

 

 

Programmpunkte

Fachstelle Kinder & Jugend der katholischen Kirche Region Bern und Kirchliche Gassenarbeit Bern

Wie viel?

Wie viele Dinge besitzt du? Worauf würdest du ungerne verzichten? Wie viel hätte in einem Rucksack Platz? Wir sind wieder mit dem Zirkuswagen auf dem Waisenhausplatz im Herzen Berns, diesmal zusammen mit der kirchlichen Gassenarbeit. Wir haben ein wärmendes Feuer, Informationen zur kirchlichen Gassenarbeit sowie Fragen und Anregungen für Gespräche. Es gibt heissen Apfelpunsch und Schlangenbrot, das man über dem Feuer backen kann.
Wir sind von 19.00 bis 22.30 da – Jung und Alt sind herzlich willkommen!

 

Bern Dreifaltigkeit

Faszinierend!

Gottesbilder schwingen bei der Gestaltung und bei der Betrachtung sakraler Kunst mit. Der Künstler Jörg Niederberger hat dem Inneren der katholischen Dreifaltigkeitskirche 2006 ein neues Aussehen verliehen. Gemeinsam mit Dr. Sarah Gigandet, Theologin und Kunsthistorikerin, wird er Sie ab 20.00 in die ästhetische Wirkung von Gottesbildern einführen. Musik ist in vielen Gottesdiensten ein zentrales Element. Ab 21.30 werden Klänge aus der rituellen Schatzkammer der christlich-europäischen und sikh-indischen Tradition ertönen. Lassen Sie sich zum Abschluss die Musikinstrumente der Sikh erklären und geniessen Sie einen warmen Tee und Snack.

 

Islamische Gemeinschaft IKRE Bern, Reformierte Kirchgemeinde Bümpliz und Katholische Kirche Bern-West

Ziemlich schöne Religionen!

Zur Nacht der Religionen laden wir Sie in den Westen Berns ein: Um 19.30 wohnen wir einem muslimischen Nachtgebet bei. Um 20.00 erfahren Sie die Schönheit von Islam und Christentum mit allen Sinnen. Um 20.30 runden wir den Abend mit einem feinen Balkan-Apéro ab. Um 21.30 zeigen wir auf, was uns an der anderen Religion im Herzen berührt. Morgenstrasse 148 (Moschee im 2. Stock): S-Bahn bis Bümpliz Süd/Europaplatz oder Bus 27/31 bis Hallmattstrasse.

 

 

 

31. Oktober 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 45-46
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